Zitate über Tiere

Hier eine Reihe gesammelter Zitate –

DAS SAGEN GROSSE GEISTER ÜBER DIE TIERE:

»Niemals fand ich Menschenliebe, wo keine Tierliebe war.
Wer das Leben wahrhaft respektiert, respektiert auch das Tier,
denn das Leben wurde uns beiden von Gott geschenkt.«
Prof. Konrad Lorenz, Nobelpreis für Medizin 1973 (1903-1989)

»Es gibt keinen objektiven Grund für die Annahme, dass menschliche Interessen wichtiger seien als tierliche.«
Bertrand Russell, Mathematiker und Philosoph, 1950 Nobelpreis für Literatur (1872-1970)

»Wer gegen arme, hilflose Mitgeschöpfe, die unter ihm stehen, erbarmungslos gewesen ist, hat kein Recht, wenn er in hilflose Lage kommt, zu einem höher stehenden Wesen zu beten: Herr, erbarme dich meiner!«
Bertha von Suttner, österr. Pazifistin; Friedensnobelpreis 1905 (1843-1914)

»Die unschuldigen Pflanzen und Tiere sind von Gott in des Menschen Hand gegeben, dass er sie liebe und mit ihnen wie mit schwächeren Geschwistern lebe.«
Hermann Hesse, Literaturnobelpreis 1946 (1877-1962)

»Die religiöse Ehrfurcht vor dem, was unter uns ist, umfaßt natürlich auch die Tierwelt und legt den Menschen die Pflicht auf, die unter ihm entstehenden Geschöpfe zu ehren und zu schonen.«
Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter (1749-1832)

»Niemals sollen die Menschen so weit sich vergessen und die lebende Kreatur behandeln wie alte Schuhe und abgenützte tote Geräte, die sie fortwerfen mögen, wenn sie nicht mehr zu gebrauchen sind. Wir sollen es nicht tun und uns niemals bei alten lebendigen Wesen nach dem Nutzen fragen, den sie nur schwach oder gar nicht mehr haben.«
Plutarch, griech. Philosoph und Schriftsteller (45-125)

»Es ist der untrüglichste Maßstab für die Redlichkeit des Geistes einer Gesellschaft, wie weit sie die Rechte der Tiere anerkennt. Denn während die Menschen sich nötigenfalls, wo sie als einzelne zu schwach sind, um ihre Rechte wahrzunehmen, durch Koalition, vermittelst der Sprache, zu allmählicher Erzwingung ihrer Rechte zusammenschließen können, ist die Möglichkeit solcher Selbsthilfe den Tieren versagt, und es bleibt daher allein der Gerechtigkeit der Menschen überlassen, wie weit diese von sich aus die Rechte der Tiere achten wollen.«
Leonard Nelson, dt. Philosoph (*1927)

»Die Grausamkeit gegen die Tiere ist der Pflicht des Menschen gegen sich selbst entgegengesetzt.«
Immanuel Kant, dt. Philosoph (1724 – 1804)

»Heute, da Tierschutz zusehends „in“ ist, heute springen sie nach altbewährter Manier auf den fahrenden Zug, die kirchlichen Propagandisten. Mit dem nunmehr hochgespielten St. Franziskus will die Kirche die Tierliebe sozusagen erfunden haben – und hat doch die armen Tiere zweitausend Jahre lang verraten, ihre Ausbeutung gerechtfertigt, ihre Leiden für null und nichtig erachtet.«

»Noch heute haben Tiere keinerlei Rechte, die Menschen keinerlei Pflichten ihnen gegenüber laut der offiziellen Lehre der katholischen Kirche. Moral und Sünde, das alles spielt sich exklusiv zwischen Gott und Mensch, Mensch und Mensch ab; was mit den Tieren passiert, ist belanglos.«
Nelly Moia, luxemburgische Englisch-Professorin, Tierschützerin und Buchautorin

»Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.«

»Die christliche Moral hat ihre Vorschriften ganz auf den Menschen beschränkt, die gesamte Tierwelt rechtlos gelassen. Man sehe nur, wie unser christlicher Pöbel gegen die Tiere verfährt, sie völlig zwecklos und lachend tötet, oder verstümmelt, oder martert, seine Pferde im Alter bis aufs äußerste anstrengt, um das letzte Mark aus ihren armen Knochen zu arbeiten, bis sie unter seinen Streichen erliegen. Man möchte wahrlich sagen: Die Menschen sind die Teufel der Erde und die Tiere ihre geplagten Seelen.«

»Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.«
Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788-1860)

»Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.«

»Wenn du keinen Menschen töten kannst – gut ; kannst du kein Vieh und keine Vögel töten – noch besser ; keine Fische und Insekten – noch besser. Bemüh dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht – Tu, was du mit deinen Kräften zustande bringst – darauf kommt alles an.«
Leo Tolstoi, russ. Humanist und Dichter (1828-1910)

»Die Grausamkeit gegen die Tiere und auch schon die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihren Leiden ist meiner Ansicht nach eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechts. Sie ist die Grundlage der menschlichen Verderbtheit. Wenn der Mensch so viel Leiden schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn auch er selber leidet?«
Romain Rolland, franz. Dichter, Nobelpreisträger (1866-1944)

»Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.«
Charles Darwin brit. Naturforscher und Begründer des Darwinismus (1809-1882)

»Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.«
Mahatma Gandhi, Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung (1869-1948)

»Wir brauchen für Tiere keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen.«
Helmut Kaplan, dt. Philosoph (*1952)

»Ich habe es nie über mich bringen können, ein Lebenslicht auszulöschen, das aufs neue anzuzünden mir die Macht fehlt.«
Sven Hedin, schwedischer Asienforscher (1865-1952)

»Je früher unsere Jugend von sich aus jede Roheit gegen Tiere als verwerflich anzusehen lernt, je mehr sie darauf achtet, dass aus Spiel und Umgang mit Tieren nicht Quälerei wird, desto klarer wird auch später ihr Unterscheidungsvermögen werden, was in der Welt der Großen Recht und Unrecht ist.«
Theodor Heuss, 1. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland (1884-1963)

»Seid gut zu den Menschen, zu den Pflanzen und zu den Tieren! Hetzt weder Menschen noch Tiere, noch fügt ihnen Leid zu.«
Laotse, (ca. 3. – 4. Jh. v. Chr.) chinesischer Philosoph

»Eine Welt muss umgestürzt werden, aber jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden könnte, ist eine Anklage, und ein zu wichtigem Tun eilender Mensch, der aus roher Unachtsamkeit einen Wurm zertritt, begeht ein Verbrechen.«
Rosa Luxemburg, Politikerin, Revolutionärin und Mitbegründerin des Spartakusbundes (1870 – 1919)

»Das Tier hat ein fühlendes Herz wie du.
Das Tier hat Freude und Schmerz wie du.
Das Tier hat einen Hang zum Streben wie du.
Das Tier hat ein Recht zu leben wie du.«
Peter Rosegger, österr. Schriftsteller (1843-1918)

»Es wird lange dauern, bis die Menschheit begriffen hat, dass nicht nur die Völker der Erde ein Volk sind, sondern dass Menschen, Pflanzen und Tiere zusammen „Reich Gottes“ sind und dass das Schicksal des einen Bereichs auch das Schicksal des andern ist.«
Luise Rinser, dt. Schriftstellerin (*1911)

»Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet Abscheu vor dem Töten.«

»Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.«
Albert Schweitzer, Arzt, Musiker und Theologe; Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965)

»Ich ziehe die Gesellschaft der Tiere der menschlichen vor. Gewiss, ein wildes Tier ist grausam. Aber die Gemeinheit ist das Vorrecht des zivilisierten Menschen.«
Sigmund Freud, österr. Nervenarzt, Begründer der Psychoanalyse (1856-1939)

»Liebe die Tiere, liebe jegliches Gewächs und jegliche Dinge! Wenn du alles liebst, so wird sich dir das Geheimnis Gottes in allen Dingen offenbaren, und du wirst schließlich alle Welt mit Liebe umfassen!«
Feodor Dostojewski, russ. Dichter (1821-1881)

»Der untrüglichste Gradmesser für die Herzensbildung eines Volkes und eines Menschen ist, wie sie die Tiere betrachten und behandeln. Die Art und der Grad, wie der Mensch die Pflicht gegen die Tiere erkennt und übt, bildet einen Maßstab seiner sittlichen Erkenntnis, ja man darf sagen: seines religiösen Gefühls.«
Berthold Auerbach, Schriftsteller (1812-82)

»Der Tag mag kommen, an dem der Rest der belebten Schöpfung jene Rechte erwerben wird, die ihm nur von der Hand der Tyrannei vorenthalten werden konnten. Die Franzosen haben bereits entdeckt, dass die Schwärze der Haut kein Grund ist, ein menschliches Wesen hilflos der Laune eines Peinigers auszuliefern. Vielleicht wird eines Tages erkannt werden, dass die Anzahl der Beine, die Behaarung der Haut oder die Endung des Kreuzbeins ebensowenig Gründe dafür sind, ein empfindendes Wesen diesem Schicksal zu überlassen. Was sonst sollte die unüberschreitbare Linie ausmachen? Ist es die Fähigkeit des Verstandes oder vielleicht die Fähigkeit der Rede? Ein voll ausgewachsenes Pferd aber oder ein Hund ist unvergleichlich verständiger und mitteilsamer als ein einen Tag oder eine Woche alter Säugling oder sogar als ein Säugling von einem Monat. Doch selbst wenn es anders wäre, was würde das ausmachen? Die Frage ist nicht: können sie verständig denken? oder: Können sie sprechen? sondern: Können sie leiden?«
Jeremy Bentham, englischer Jurist und Philosoph (1748 – 1832)

»Welche Rechte haben wir Menschen eigentlich, jene Geschöpfe zu quälen, die so viel ältere Rechte an der Erde haben als wir selbst? … Es ist höchste Zeit – oder ist es gar zu spät? -, dass wir den Tieren ihre Rechte wiedergeben. Und dass wir alle, die wir so gerne von Menschrechten reden, für die Rechte der Tiere genauso engagiert eintreten.«
Dagmar Berghoff, Tagesschau-Sprecherin (1943-)

»Tierquälerei! Ein Frevel ist´s am Geist der Liebe, der das Tier geschaffen hat.«
Dante Alighieri, ital. Dichter (1265-1321)

»Der Priester wird die Wesensgleichheit von Mensch und Tier nie zugeben, da er auf die unsterbliche Seele nicht verzichten kann, die er braucht, um die Moralforderung zu begründen.«
Sigmund Freud, Psychoanalytiker (1856-1939)

»Ethik gegenüber dem Menschen und Rohheit gegenüber den Tieren sind zwei Verhaltensweisen, die sich nicht vereinbaren lassen, denn Grausamkeit gegen Tiere geht nahtlos in Grausamkeit gegen Menschen über.«
Robert Jungk, Schriftsteller, Zukunftsforscher (1913-1994)

»Wir leben im Frieden und sind dennoch der Gewalt ausgeliefert, einer privilegierten, von den Ämtern gesegneten Gewalt, die unsere Welt immer unbewohnbarer macht. Gegen unseren Willen nimmt man uns Seen und Meere, lässt unsere Flüsse sterben, skelettiert die Wälder. Wer sich dagegen auflehnt, sagt ein Gericht, handelt moralisch glaubwürdig, ist jedoch juristisch im Unrecht. So weit haben wir es gebracht. Wer sich noch eine gewisse Loyalität zur Schöpfung bewahrt hat, kann juristisch im Unrecht sein. Da muss man sich doch nach der Beschaffenheit der Gesetze fragen, die es der Gewalt erlauben, gegen alle die zu handeln, die an der Zerstörung der Umwelt nicht verdienen.«
Siegfried Lenz, Schriftsteller, Friedenspreis des Dt. Buchhandels 1988 (1926-)

»Ich bin für Tierrechte ebenso wie für Menschenrechte. Das ist es, was einen vollkommenen Menschen ausmacht.«
Abraham Lincoln, US-Präsident (1809-65)

»Das Leid der Kreatur und das Leid der Menschheit gehören zusammen, und der Blick des geängstigten Tieres mahnt uns, Mensch zu werden in der Menschheit; er mahnt die Menschheit, eins zu sein in ehrfürchtiger Verwaltung der Schöpfung.«

»Wie Kain nach Abel gefragt wurde, so werden auch wir nach unseren Brüdern, den Tieren gefragt werden. Wo wir das begreifen, könnte ein Christentum aufbrechen, das von wenigen gelebte, noch immer unentdeckte
Reinhold Schneider, Schriftsteller (1903-58)

„Die Verantwortung des Menschen gegenüber Tieren ist umso größer, weil die Tiere nicht einmal die Möglichkeit haben, sich durch Selbst-Tötung einem unerträglichen Leben zu entziehen.“
Helmut Friedrich Kaplan (13. Oktober 1952 in Salzburg), österreichischer Tierrechts- und Ethik-Autor