Zitate über die Jagd

DAS SAGEN GROSSE GEISTER ÜBER DIE JAGD:

»Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.«
Theodor Heuss (1884 -1963), 1. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

»Jagd ist doch immer eine Form von Krieg.«
Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter (1749 – 1832)

»Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt.«
Leo Tolstoi, russischer Dichter(1828-1910)

»Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner. Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.«
Alexander v. Humbolt, deutscher Naturforscher (1769-1859)

»Die Jagd ist eines der sichersten Mittel, das Gefühl der Menschen für ihre Mitgeschöpfe abzutöten.«
François Voltaire, frz. Schriftsteller und Philosoph (1694 – 1778)

»Was immer ein Mensch den Tieren antut, wird ihm mit gleicher Münze zurückgezahlt.«
Pythagoras, griechischer Philosoph und Mathematiker (6. Jh. v. Chr.)

»Unter allen Lebensweisen ist das Jagdleben ohne Zweifel der gesitteten Verfassung am meisten zuwider; das Noachische Blutverbot scheint uranfänglich nichts anderes als das Verbot des Jägerlebens gewesen zu sein.«
Immanuel Kant, deutscher Philosoph (1724 – 1804)

»Wenn der Mensch den Tiger umbringen will, nennt man das Sport. Wenn der Tiger den Menschen umbringen will, nennt man das Bestialität.«
Georg Bernhard Shaw, irischer Dramatiker (1856-1950)

»Es wird nie so viel gelogen wie nach der Jagd und vor den Wahlen.«
Otto von Bismarck, deutscher Staatsmann (1815 – 1898)

»Auf Tiere könnte ich nie schießen, die müssten schon Selbstmord machen.«
Hans-Dietrich Genscher, deutscher Politiker (FDP), ehem. Bundesaußenminister (*1927)

»Ich finde es richtig, dass man zu Beginn einer Jagd die Hasen und Fasane durch Hörnersignale warnt.«
Gustav Heinemann, deutscher Politiker (SPD), ehem. Bundespräsident (1899-1976)

»Jedes Ding hat seine Zeit. Die Zeit für die Jagd ist abgelaufen.«
Hubert Weinzirl, ehem. BUND-Vorsitzender (*1935)

»Es hat mir nie eingeleuchtet, was manche Leute für Freude daran haben, Tiere totzuschießen.«
Bernhard Grzimek, dt. Zoologe und Tierfilmemacher (1909-1989)

»Es gibt nämlich viele Jagdliebhaber, die wirklich zum Morden und Bösen abgehärtet sind – abscheuliche Ungeheuer, lechzend nach Blut, gewohnt an Jammergewinsel, denen es nie gefällt, als unter lärmenden, berauschenden Lustbarkeiten. Andere haben durch das Rohe ihrer Erziehung und Lebensart Geschmack an der Jagd bekommen, und zwar nicht nur Jäger von Profession, sondern manche Landjunker und andere dergleichen, welche – ohne eine vernünftige, menschliche Beschäftigung gelernt zu haben, ohne Nachdenken – ihre Zeit nicht anders zu töten wissen, als durch Jagd.«
Wilhelm Dietler, dt. Philosophieprofessor, Autor (19. Jh.)

»Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken,
verderblich ist des Tigers Zahn,
jedoch der schrecklichste der Schrecken
ist der Mensch in seinem Wahn.«
Friedrich Schiller, deutscher Dichter (1759 -1805)

»Wo immer der Mensch sich das Recht nimmt, ein Tier einem Zweck zu opfern, begeht er nicht nur Unrecht, sondern ein Verbrechen«
Karlheinz Deschner, Dr. phil, dt. Historiker, Literaturwissenschaftler (*1924)

Zu den Verrückten dieser Welt zählte Erasmus von Rotterdam »die Jagdwütigen, denen nichts über die Tierhetze geht und die ein unglaubliches Vergnügen zu empfinden meinen, sooft sie den widerwärtigen Schall der Jagdhörner und das Gebell der Meute hören. Fast möchte ich annehmen, dass sie den Hundekot wie Zimtgeruch empfinden! … Wenn sie dann ein Stückchen von dem Fleisch des Wildes kosten, kommen sie sich vollends fast geadelt vor. Während diese Menschen bei ständiger Jagd und Fresserei im Grunde nur ihre eigene Entartung erreichen, meinen sie doch ein königliches Leben zu führen.«
Erasmus v. Rotterdam, niederl. Humanist, Schriftsteller (1465-1536)

»Die Früchte der Jagd – das heißt die erlegten Tiere – wurden von der Kirche gesegnet. Die Erzbischöfe und Kardinäle haben sich selbst als Schützen an der Jagd beteiligt. Die Bischöfe waren oft zugleich Fürsten und haben große Jagdfeste veranstaltet. Fast alle Fürstbischöfe haben große Jagdreviere besessen. Die Metzelei an den Tieren, dieses KZ, das durch die Jahrhunderte geht, ist wesentlich verursacht durch die „Mutter Kirche“.«
Prof. Dr. Hubertus Mynarek, dt. Humanist, Kirchenkritiker und mehrfacher Buchautor (*1929)

»Die Jagd ist nicht die eines denkenden Wesens würdige Beschäftigung. Es steht zu befürchten, dass die Menschen, die sie ausüben, ebenso unmenschlich gegen Menschen werden, wie sie es gegen Tiere sind, oder dass die grausame Sitte, mit Gleichgültigkeit Schmerzen zu verursachen, ihr Mitgefühl für das Unglück ihrer Nebenmenschen abstumpft.«
Friedrich der Große, König von Preußen (1740-86)

»Ich habe keine Beziehung noch Lust zur Jagd.«
Gerhard Schröder, ehem. Bundeskanzler (1944-)

Schreibe einen Kommentar