Artikel über Tierrechte, Vegetarismus, Jagd, Ernährung, Massentierhaltung…

Zum Nachdenken
eine wahre Geschichte

Die Gäste im Landgasthof hatten keine gute Nacht. Langgezogenes, herzzerreißendes Brüllen eines Kalbes aus dem Stall gegenüber störte den ersehnten Schlaf. Erst in der Frühe wurde es still. Der Wirt am nächsten Morgen befragt, warum denn das Tier die
ganze Nacht keine Ruhe fand, gab die Antwort: „Das war die Angst – die Tiere spüren, wenn sie geschlachtet werden. Heute früh wurde es geschlachtet.“.

http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/karnismus-die-psychologie-des-fleischkonsums

Karnismus: die Psychologie des Fleischkonsums
Veröffentlicht am 28. Mai 2012

Fleischessen basiert auf einer Ideologie, die erst seit kurzer Zeit einen Namen hat: Karnismus. Eine nähere Betrachtung lohnt sich:

Was ist Karnismus?

Karnismus - InfografikDie amerikanische Psychologin Dr. Melanie Joy gab der Ideologie des Fleischkonsums erstmals einen Namen: Karnismus. Nehmen wir mal an, Sie essen Fleisch. Stellen Sie sich vor, Sie sind bei Freunden eingeladen, die Stimmung ist heiter und das Essen schmeckt so gut, dass Sie den Gastgeber nach dem Rezept fragen. Geschmeichelt sagt er Ihnen, dass das Geheimnis im Fleisch liegt: Es ist das Fleisch eines Golden Retrievers. Wie würden Sie reagieren? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie Ekel empfinden würden und das, was Sie eben noch als Essen betrachtet haben, nun nicht mehr für Sie als Mahlzeit infrage kommt. Und das, obwohl das Fleisch noch immer dasselbe ist und es Ihnen eigentlich auch geschmeckt hat. Nur Ihre Wahrnehmung ist jetzt eine andere.

Wenn es um das Thema Tiere essen geht, ist unsere Wahrnehmung größtenteils, wenn nicht komplett, von unserer Kultur bestimmt. Tatsächlich gibt es in unserer Kultur (wie in allen anderen Fleisch essenden Kulturen auch) nur eine kleine Anzahl an nichtmenschlichen Tieren, bei denen wir als Kind gelernt haben, sie als essbar zu klassifizieren. Bei der weitaus größten Anzahl an nichtmenschlichen Tieren haben wir gelernt, sie als nicht essbar und deswegen als ungenießbar oder ekelhaft einzustufen. Ekel beim Gedanken ans Fleischessen ist also nicht die Ausnahme, es ist vielmehr die Regel. Die Ausnahme ist die Abwesenheit von Ekel. Die Frage ist also: Wieso empfinden wir das Essen von einigen wenigen Spezies nicht als ekelhaft?

Der Grund liegt in einer fehlenden Verbindung in unserem Bewusstsein zwischen dem Fleisch auf dem Teller und dem Tier, das es einst war. Natürlich wissen wir, dass ein Tier sterben muss, damit wir Fleisch essen können, aber auf einer tieferen Ebene fehlt eine klare Verbindung. Und diese fehlende Verbindung blockiert nicht nur unsere Wahrnehmung der Realität von Fleisch, sondern auch unsere Gefühle und Gedanken. Doch wie entsteht diese Lücke?

Die Entstehung von Karnismus

Karnismus ist ein unsichtbares System aus Überzeugungen, das uns von Kind auf dazu konditioniert, (bestimmte) Tiere zu essen. Karnismus ist dabei einerseits eine dominante Ideologie, die – unsichtbar und tief in unserer Gesellschaft verwurzelt – unsere Überzeugungen, Handlungen, Gedanken, Normen, Gesetze, etc. formt. Andererseits ist es natürlich auch eine gewaltvolle Ideologie: Fleisch kann nicht ohne Töten hergestellt werden. Dominante und gewaltvolle Ideologien benutzen eine Kombination aus sozialen und psychologischen Verteidigungsmechanismen, die Menschen dazu veranlassen, an inhumanen Praktiken teilzuhaben, ohne vollständig zu realisieren, was sie tun. In anderen Worten: Karnismus lehrt uns, in bestimmten Situationen unser Mitgefühl auszuschalten, was wohl auch der Grund ist, warum Diskussionen zwischen vegetarisch/vegan lebenden Menschen und Karnist_innen oft aneinander vorbeilaufen sowie zu Frustrationen oder Streit führen. Um diese Situation zu verbessern, müssen wir also verstehen, um was für Verteidigungsmechanismen es sich handelt.

Die drei Verteidigungsmechanismen des Karnismus

1. Verborgenheit

Die hinter dem Karnismus liegende Ideologie machen sich die meisten Menschen nicht bewusst. Die Ideologie konnte unter anderem deshalb so gut im Verborgenen bleiben, weil sie bislang keinen Namen hatte. Wenn wir für etwas kein Wort haben, können wir nur schwer darüber nachdenken, darüber sprechen, es in Frage stellen oder kritisch betrachten. Diese Verborgenheit sorgt auch dafür, dass Fleischessen eher als gegeben anstatt als eine Wahl betrachtet wird. Zu dieser Verborgenheit kommt hinzu, dass man die Opfer des Karnismus nicht sieht. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2012 wurden laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes 20 Millionen Tonnen Fleisch in Deutschland produziert. Allein die Wortwahl zeigt bereits die Verborgenheit: Wir reden von Fleischproduktion und vermeiden es dabei meistens, von Tieren zu reden, über Individuen, vielleicht über »Lisa«. Wir erwähnen oft nicht die Anzahl der getöteten Tiere, sondern lieber die Summe ihres Gewichts. In Deutschland kommen auf 1000 Einwohner 180 Kühe, 329 Schweine und 1723 Hühner. Wie viele Tiere sehen Sie davon an einem Tag? Wie viele haben Sie bisher in Ihrem gesamten Leben gesehen? Andere Perspektive: Wie viele Menschen sehen Sie täglich, wenn Sie das Haus verlassen? Wenn Sie in einer Stadt wohnen oder in einem größeren Dorf, dann wohl eine ganze Menge. Und in Deutschland gibt es fast doppelt so viele »Nutztiere« wie Menschen. Wo sind also diese Tiere? Ihre Körperteile sehen wir praktisch überall, wo wir hingehen, sei es beim Einkaufen, im Restaurant, beim Essen oder an der Imbissbude um die Ecke. Wieso sehen wir diese Tiere (bis auf wenige Ausnahmen) niemals lebendig? Wir sehen sie nicht, weil wir sie nicht sehen sollen.

2. Aufbau auf Mythen

Wenn die Verborgenheit schwindet, zum Beispiel in Diskussionen zwischen karnistischen und vegetarischen/veganen Menschen oder durch Medienberichte, benötigt das System eine zusätzliche Sicherung: Wir lernen Karnismus zu rechtfertigen, indem wir die Mythen des Fleischkonsums als Fakten betrachten. Diese Mythen äußern sich in einer Vielzahl von Argumenten, die – wie Melanie Joy es beschreibt – allesamt auf die drei Ns der Rechtfertigung reduzierbar sind: Fleisch essen sei normal, natürlich, notwendig. Sehen wir uns diese drei Ns des Karnismus einmal genauer an:

»Fleischessen ist normal«
Was wir als normal bezeichnen, ist im Grunde nichts anderes als die Überzeugungen und Verhaltensweisen der dominierenden Kultur in einer Gesellschaft. Die karnistischen Normen sind so tief in unserer Gesellschaft verwurzelt, dass wir kaum etwas anderes als »normal« empfinden können. Stellen Sie sich wieder die Szene vor, bei der Sie bei Freunden eingeladen sind und der Gastgeber Ihnen gerade erzählte, dass Sie Golden Retriever essen und Sie das aber nicht möchten. Er sagt Ihnen: »Du musst dich nicht schlecht fühlen, der Hund hatte ein schönes Leben. Er konnte frei herumlaufen und spielen und konnte Freundschaften zu anderen Hunden aufbauen, bevor er mit sechs Monaten getötet wurde.« Würde Ihnen dies das Essen des Golden Retrievers erleichtern? Karnismus ist so tief verwurzelt, dass es uns nicht gewahr wird, daß »tiergerecht produziertes Fleisch« eigentlich ein kompletter Widerspruch ist, ein Mythos, um uns an gewaltvollen Praktiken teilhaben zu lassen, die wir eigentlich niemals unterstützen würden.

»Fleischessen ist natürlich«
Um das Fleischessen als natürlich darzustellen, bedienen wir uns mehrerer willkürlich zusammengesuchter Argumente: Unsere Vorfahren haben Fleisch gegessen, andere Tiere essen auch Fleisch und so weiter. Argumente, die für die Unnatürlichkeit unseres Fleischessens sprechen, werden ausgeblendet: Unsere im Tierreich nächsten Verwandten essen praktisch kein Fleisch, nur rohes inkl. der Gedärme kann als natürlich bezeichnet werden (etc.). Dabei wird außerdem ausgeblendet, dass wir die meisten anderen »natürlichen« Lebensweisen erfolgreich und gerne hinter uns gelassen haben: Wir leben nicht mehr in Höhlen, fahren mit Autos und haben in Supermärkten die Möglichkeit, alle essentiellen Nährstoffe über rein pflanzliche Lebensmittel zu uns zu nehmen, was bei der richtigen Auswahl zu gesundheitlichen Vorteilen führt. Auch anderen »natürlichen« Phänomenen wie Mord und Vergewaltigung versuchen wir Einhalt zu gebieten und lassen das Argument, dass unsere Vorfahren auch gemordet haben, nicht gelten.

»Fleischessen ist notwendig«
Auch hier bezeichnen wir wiederum nur das als notwendig, was nötig ist, um die dominierende Kultur, den karnistischen Status quo am Leben zu erhalten. Ist das milliardenfache Töten empfindsamer Individuen (»Nutztiere«) wirklich notwendig? Der damit verbundene Mythos ist natürlich der Protein-Mythos, doch wussten Sie, dass der stärkste Mann Deutschlands, Patrik Baboumian, Veganer ist? So notwendig scheint das Essen von tierlichen Produkten also nicht zu sein.

3. Wahrnehmungsverzerrung

Der letzte karnistische Verteidigungsmechanismus ist die Verzerrung der Wahrnehmung. Zum Beispiel lernen wir, manche nichtmenschliche Tiere eher als Objekte anstatt als Individuen zu sehen. Wenn wir Hähnchen essen, essen wir etwas und nicht jemanden. Wir lernen auch, »Nutztiere« als Abstraktionen wahrzunehmen, denen es an jeglicher Individualität oder Persönlichkeit mangelt. Doch das Gegenteil ist der Fall: Wie Hunde und Katzen haben auch Schweine und Hühner individuelle Vorlieben und Charaktereigenschaften. Schlußendlich lehrt uns Karnismus auch, Tiere in willkürliche Kategorien einzuordnen, gegenüber denen wir sehr unterschiedliche Gefühle und Verhaltensweisen ausüben können: »Hunde sind Haustiere und somit niedlich. Schweine sind Nutztiere und deswegen nicht niedlich. Hunde sind zum Streicheln da und Schweine zum Essen. Folglich ist Hundefleisch auch ekelhaft und Schweinefleisch lecker.«

Karnismus lehrt uns also nicht nur gewaltvollen Handlungen nachzugehen, ohne dass wir es merken, sondern uns selbst auch noch darin zu bestätigen. »Schließlich sind es ja nur Tiere.« Es ist die karnistische Mentalität, die uns dazu veranlasst, komplette Kontrolle über Leben und Tod von Individuen mit weniger Macht auszuüben, nur weil wir es können. Tiere zu essen ist nicht einfach nur eine Sache persönlicher Ethik, es ist das unausweichliche Resultat einer tief verwurzelten, unterdrückenden Ideologie.

Zum Autor

Jeff Mannes engagiert sich bei der Vegan Society Luxembourg und lebt seit 2010 vegan. Wir sind ihm insbesondere dankbar für sein Engagement, die Arbeiten von Melanie Joy zum Karnismus im deutschsprachigen Raum zu etablieren.

Literatur

Melanie Joy: Why We Love Dogs, Eat Pigs and Wear Cows: An Introduction to Carnism

 

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Informationen über die Pelzindustrie    (Quelle: Offensive gegen die Pelzindustrie)

Die Pelzproduktion

Ausführlicher Artikel zu Hintergründen der Pelzindustrie, Informationen zur Haltung und Tötung so genannter Pelztiere.

Pelzfarmen in der BRD

Übersicht zu Ergebnissen der Pelzfarmrecherche des Vereins ‘die Tierfreunde e.V.’

Rabbit Fur Recherche

Übersicht zu Ergebnissen der Recherche zu Kaninchenfell von CAFT UK

 

 

In der renommierten Zeitschrift „Natur und Recht“ 34 (2012) wurde der wichtige Aufsatz „Massentierhaltung und Menschenwürde“ von Dr. jur Christian Sailer veröffentlicht.
Link zum Artikel

 

Gesammelte Artikel vom Verlag Das Brennglas:

 

Vegan for Fun

Vegane Ernähung ist cool, angesagt und macht Spaß. Außerdem hat die rein pflanzliche Ernähung viele Vorteile: für unsere Gesundheit, für unseren Planeten und vor allem für die Tiere. In seinem neuen Kochbuch Vegan For Fun zeigt Attila Hildmann, der als »Deutschlands Vegankoch Nr. 1« (MDR) und neuer »Jamie Oliver, nur ohne Fleisch« (SAT 1) gefeiert wird, eine unkomplizierte, unkonventionelle, junge vegane Küche.
In Vegan For Fun stellt Attila Hildmann seine 50 besten Rezepte vor und berichtet über Grundlagen und Vorteile einer veganen Ernährung.
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„Es ist Zeit für ein Umdenken“

»Freiheit für Tiere« sprach mit dem Vegan-Koch und Buchautor Attila HildmannFreiheit für Tiere:»Vegan for Fun« ist ein Bestseller, und du bist mit diesem Thema in Presse und Fernsehen präsent. Wodurch erklärst du dir den großen Erfolg von »Vegan for Fun«?Attila Hildmann:Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass man auf die Leute positiv zugeht – und nicht mit dem Zeigefinger kommt und versucht, sie zu missionieren. Sondern einfach mit der Sache versucht zu überzeugen, mit den leckeren Rezepten und natürlich mit dieser Einstellung: Schon mit einem veganen Tag in der Woche kann man viel erreichen für den Tierschutz, für die eigene Gesundheit und für den Umweltschutz. Und das ist das, was bisher, glaube ich, noch nicht so da war: Du hast immer diesen übertriebenen Missionseifer bei ein paar Vegetariern gehabt, und damit wurden natürlich viele Leute verprellt. Und ich glaube, wenn man das jung und locker verpackt, dass man dann damit Erfolg hat. Und das ist auf jeden Fall aufgegangen, diese Strategie.  Interview mit Attila Hildmann lesen

„Wir sind nur Diener dieser Schöpfung“

Bruno Haberzettl zählt seit Jahren zu den Größen der deutschsprachigen Karikatur-Szene. Die Zeichnungen des österreichischen Karikaturisten und Illustrators werden regelmäßig in überregionalen Pressemedien publiziert. Seit 1995 erscheint seine wöchentliche Karikatur am Sonntag in der Kronen Zeitung, dem österreichischen Gegenstück zu BILD. Darüber hinaus hat Bruno Haberzettl einige Bücher mit seinen Zeichnungen veröffentlicht. Lesen Sie das Interview

Die Wahrheit über Milch

Eine Kuh gibt nur Milch, wenn sie ein Kälbchen bekommt. Weil die Milch für den Menschen genommen wird, werden die Kälber gleich nach der Geburt ihren Müttern weggenommen. Die weiblichen Kälbchen werden zu Milchkühen aufgezogen, die männlichen Kälbchen werden drei bis sechs Monate lang gemästet, bis sie im Schlachthof enden. Doch auch ihre Mütter, die sie nie kennen gelernt haben, werden nicht sehr alt: Eine Milchkuh wird durchschnittlich im Alter von vier bis fünf Jahren geschlachtet. Jedes Glas Milch unterstützt somit nicht nur das Leid der Kühe für die Milchproduktion, sondern auch direkt die Kalbfleisch-Industrie.
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Milch macht krank!

Der Mensch ist das einzige Lebewesen der Erde, das die Milch einer anderen Spezies trinkt. Zudem ist Milch Säuglingsnahrung: Außer dem Menschen trinkt keine anderes Lebewesen nach dem Säuglingsalter Milch. Dabei vertragen viele Menschen Milch gar nicht.
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Gänsejagd im Naturschutzgebiet

Vogelschützer fordern VerbotIm Naturschutzgebiet »Petkumer Deichvorland« an der Ems, Teil eines EU-Vogelschutzgebiets, wird seit Jahren Jagd auf Wasservögel gemacht – auch auf arktische Gänse, die sich auf dem Vogelzug befinden. Unglaublich: Die Gänsejagd im Naturschutzgebiet ist erlaubt! Illegal wird die Jagd aber dann, wenn Gänse bei schlechten Sichtverhältnissen bejagt werden – das ist nach der Bundesjagdzeitenverordnung verboten. Im Schutzgebiet nicht geschossen werden dürfen z.B. Bläss- oder Saatgänse. Gejagt werden überwiegend Graugänse, die aber bei schlechter Sicht kaum von den geschützten Arten unterschieden werden können.  weiterlesen

Keine Jagd auf meinem Grundstück!

Dürfen Jäger auf Privatgrundstücken in Deutschland gegen den Willen der Eigentümer jagen? Der Fall »Herrmann gegen Bundesrepublik Deutschland« (Application no. 9300/07) wurde am 30.11.2011 vor der Großen Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte verhandelt. Mit einem Urteil wird frühestens Mitte 2012 gerechnet. weiter

Krankheit auf dem Teller?

In den letzten Jahren haben sich die Meldungen über Lebensmittelskandale und »Tier-Seuchen« regelrecht überschlagen: EHAC, der Dioxin-Skandal und der Antibiotika-Skandal beherrschten die Schlagzeilen. Doch auch von Salmonellen, Trichinen, E-coli, Quecksilber und Gammelfleisch ist immer wieder zu lesen. Nicht so bekannt, aber äußerst brisant: Wussten Sie, dass die chronische Darmkrankheit Morbus Crohn mit MAP bei Rindern in Zusammenhang steht? weiter

Vegetarisch ist gesünder

Der Konsum von Fleisch und Wurst ist ein Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Bluthochdruck, Krebs, Diabetes, Osteoporose… weiter

Vegetarisch essen – Fleisch vergessen:

Das ABC von Vitaminen & Co. – Welche Nährstoffe sind wo drin?Es besteht heute unter Fachleuten kein Zweifel mehr, dass mit einer fleischlosen, vegetarischen Ernährung eine optimale Deckung des Nährstoffbedarfs unseres Körpers gewährleistet ist. weiter

Bestseller von Alicia Silverstone

Buchbesprechung von Julia Brunke
Kannst du etwas Wundervolles für dich selbst tun, das gleichzeitig großartige Vorteile für alle anderen hat? Alicia Silverstone, Hollywood-Schauspielerin, Tier- und Umweltschützerin, ist überzeugt: Ja, das geht! »Wenn du die Entscheidung triffst, auf Fleisch und Milchprodukte zu verzichten und eine pflanzliche Ernährung vorziehst, machst du nicht nur deinem Körper das Geschenk guter Gesundheit, sondern trägst auch konkret dazu bei, Umweltverschmutzung zu reduzieren und die Ressourcen unseres Planeten zu schützen.«
Ihr Bestseller »The Kind Diet« ist jetzt unter dem Titel »Meine Rezepte für eine bessere Welt« ist auf Deutsch erschienen.  weiter

Mehr Jagd führt zur Vermehrung der Wildschweine

http://brennglas.com/images/frischlinge.jpgSind die Jäger schuld an der Wildschweinschwemme?
Derzeit ist in der Presse wieder von einer „Wildschweinschwemme“, gar von einer „Wildschwein-Plage“ zu lesen. Doch obwohl in Deutschland so viele Wildschweine geschossen werden wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, steigt die Anzahl der Wildschweine weiter. Ist die Lösung des „Wildschweinproblems“, noch mehr Tiere zu schießen? Oder ist gerade die intensive Jagd auf Wildschweine das Problem? Denn so paradox es klingen mag: Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, desto stärker vermehren sie sich. Auf diesen Zusammenhang weisen immer mehr Forscher und neue wissenschaftliche Studien hin: Starke Bejagung führt zu einer deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen.   weiterlesen

Vegetarische Ernährung

Buchvorstellung von Julia BrunkeLangjährige Erfahrungen und viele wissenschaftliche Daten belegen, dass sich eine vegetarische Ernährung günstig auf Gesundheit, Umwelt und Gesellschaft auswirkt. In dem Buch »Vegetarische Ernährung« von Prof. Dr. Claus Leitzmann und Dr. Markus Keller sind diese Fakten und Argumente auf 366 Seiten zusammengestellt.  weiter

Hirnforschung: Essen wir uns dumm?

Hans-Ulrich Grimm deckt auf, wie uns die Lebensmittelindustrie um den Verstand bringtWie wichtig ist die Ernährung für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden? Wie wichtig ist die Ernährung fürs Lernen? Wie wichtig ist die Ernährung für unser Gehirn? Tatsache ist: Das Hirn braucht viel Energie. Ein Fünftel der Energie, die wir im Körper verbrennen, verbraucht das Gehirn. Doch Forscher schlagen Alarm: Wir werden immer dümmer! Der Intelligenzquotient (IQ) der Menschen in den Industrieländern sinkt seit Ende der 90er Jahre.Seit etwa 1950 stieg der IQ vierzig Jahre lang stetig an. Mit Beginn der neunziger Jahre hörte die Steigerung der IQ-Werte auf – und seit 1999 beobachtet man einen kontinuierlichen Rückgang. Eine Vergleichsstudie an deutschen, österreichischen und Schweizer Kindern deckte für alle drei Nationen geringere Leistungen im Vergleich zu früheren Untersuchungen auf. Parallel dazu nehmen Hyperaktivität, auffälliges Verhalten, Aggressivität und Lernstörungen bei Kindern immer weiter zu. Immer mehr Menschen leiden an Depressionen. Weltweit nehmen Hirnstörungen zu: Alzheimer, Parkinson, multiple Sklerose. Was ist nur passiert? Was bringt uns so um den Verstand?In seinem Buch „Die Ernährungslüge – Wie uns die Lebensmittelindustrie um den Verstand bringt“ deckt der Ernährungsexperte und Bestsellerautor Hans-Ulrich Grimm auf: weiterlesen

„Anständig essen“

Der Bestseller von Karen Duve regt zum Nachdenken anIn »Anständig essen« beschreibt Karin Duve auf kurzweilige Art und Weise den Weg vom gedankenlosen, gewohnheitsmäßigen Fleischkonsum zur ethisch motivierten Entscheidung: Für mich sollen keine Tiere leiden und sterben müssen.
Wie viel gönne ich mir auf Kosten anderer? Ist es moralisch richtig, wenn Tiere in der Massentierhaltung unter grausamsten Bedingungen leiden und anschließend geschlachtet werden, nur für den Gaumenkitzel der Menschen? Ist es vertretbar, dass für den Fleischkonsum Böden und Gewässer vergiftet, Regenwälder gerodet, die Natur zerstört wird? Ist es zu rechtfertigen, dass für die industrielle Fleischproduktion über die Hälfte der Welt-Getreideernte der Tiermast in den reichen Industrieländern zum Opfer fällt, während über eine Milliarde Menschen hungern? Und: Zeigen nicht immer neue Ernährungsstudien auf, dass der massenhafte Fleischkonsum eine Hauptursache für die vielen so genannten Zivilisationskrankheiten ist: von Herzinfarkt, Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Fettsucht, Gicht bis Krebs? Die Schriftstellerin Karen Duve, eine bis dato begeisterte Fleisch- und Fast-Food-Esserin, stellte sich diesen Fragen. In einem Selbstversuch probierte ein Jahr lang jeweils zwei oder drei Monate Ernährungsweisen mit moralischem Anspruch aus: Biologisch, vegetarisch, vegan und am Ende sogar frutarisch, also nur das, was die Pflanze freiwillig spendet. Mit trockenem Humor protokollierte sie ihre Erfahrungen. Herausgekommen ist das gleichsam informative wie unterhaltsame Sachbuch »Anständig essen« – sowie Karen Duves Entscheidung: Tierisch darf sich künftig nur noch ihre Katze ernähren.
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Das Freiheit für Tiere-Interview mit Karen Duve

Karen Duve: „Ich glaube nicht, dass den meisten Menschen das Ausmaß der Tierquälerei in der Intensivhaltung und den Schlachtereien tatsächlich bekannt ist“
Während Vegetarier vor einigen Jahren noch belächelt wurden und sich rechtfertigen mussten, warum sie keine Tiere essen, ist es heute umgekehrt: Sind ein Fleischesser und ein Vegetarier heute beim Essen, rechtfertigt sich der Fleischesser: „Ich weiß, man sollte weniger Fleisch essen“ oder: „Ich esse ja auch nur noch ganz wenig Fleisch“. – Was ist passiert?
Lesen Sie das Interview

Wann verderben uns die Fleischskandale den Appetit

Dioxin-Skandal, Gammelfleisch, Antibiotika-Missbrauch:
Wann verderben uns die Fleischskandale endlich den Appetit?
Der Dioxinskandal zu Beginn des Jahres 2011 war nicht der erste große Fleisch-Skandal. Was hatte es in der letzten Zeit nicht schon alles gegeben: Gammelfleisch, BSE, E. coli, Würmer in Fisch, Salmonellen, Champhylobacter-Keime, Ekelkäse, MRSA und Antibiotika-Missbrauch – doch immer schien nach wenigen Wochen alles vergessen. weiter

Antibiotikamissbrauch in der Massentierhaltung

Ein ehemaliger Veterinäramts-Leiter deckt auf
Buchvorstellung von Julia Brunke
„Seit Bestehen der Menschheit hat es kein solches Ausmaß an Tierquälerei gegeben – sowohl was Quantität als auch die Intensität angeht -, wie in unserer Zeit. Die Folgen haben wir alle zu tragen und sei es in der Person unserer Kinder und Kindeskinder.“ – Der Mann, der mit dieser aufrüttelnden Feststellung an die Öffentlichkeit geht, weiß, wovon er spricht: Dr. Hermann Focke war lange Jahre Leiter des Veterinäramts Cloppenburg, der Region mit der größten Tierdichte Europas.
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Kampagne: Schonzeit für Füchse

Der Fuchs wird in Deutschland ganzjährig gejagt, obwohl die intensive Verfolgung dieses intelligenten und sehr sozialen Tieres aus wissenschaftlicher Sicht nicht nur unnötig, sondern sogar schädlich für das ökologische Gleichgewicht ist. Darum haben verschiedene Organisationen aus den Bereichen Tier- und Naturschutz eine gemeinsame Erklärung verabschiedet, in der sie die Einführung einer umfassenden bundesweiten Schonzeit für Füchse fordern.Bericht von Julia BrunkeJedes Jahr werden in Deutschland etwa 600.000 Füchse erschossen, in Fallen gefangen oder aus dem Bau ausgegraben und erschlagen – und dies das ganze Jahr über. Denn der Fuchs ist eine der wenigen Wildtierarten, die in den meisten Bundesländern ganzjährig bejagt werden. Doch was macht man mit so vielen toten Füchsen? Die meisten enden einfach in der Tierkörperbeseitigung, da Fuchspelz kaum noch gefragt ist.Neben Tier- und Naturschutzorganisationen fordern auch kritische Jäger seit Jahren die Einführung einer Schonzeit für Füchse. Bislang haben immerhin zwei Bundesländer – Berlin und vor kurzem auch das Saarland – erkannt, dass eine Schonzeit für Füchse längst überfällig ist. In Berlin ruht die Jagd auf erwachsene Füchse von Februar bis Oktober; im Saarland wurde im Koalitionsvertrag immerhin eine sechsmonatige Schonzeit mit Beginn im Februar vereinbart.
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Jäger stören die Winterruhe der Wildtiere

Schluss mit der Jagd Es herrscht klirrende Kälte, seit Wochen geschlossene Schneedecke. Die Tiere finden so gut wie nichts zu fressen – auch das seit Wochen. Wildtiere können diese schwere Winterzeit nur überstehen, weil sie ihren Stoffwechsel herunterfahren. Werden sie aufgescheucht und müssen fliehen, verbrauchen sie wertvolle Fettreserven, die eigentlich bis zum Frühjahr reichen müssten. Der einzige Grund, zu fliehen, ist der drohende Tod – aus dem Gewehr eines Jägers.  weiterlesen