Taubentötung in Kasel verschoben – aber nicht aufgehoben

Hallo Freunde, Tierschützerinnen und Tierfreunde,

anbei ein Bericht des Extra-Tip vom heutigen Sonntag mit der Bitte diesen Bericht weiterzuleiten oder zu veröffentlichen. Protestiert bei den Kasseler Behörden – schreibt Briefe und kommentiert den Bericht beim EXTRA Tip im Internet und Facebook.

EXTRA TIP – Redakteur Ulf Schaumlöffel am 08/07/2012 | Kategorie: Lokales, Nachrichten

 

Galgenfrist für Bahnhofstauben: Kunst bewahrt Federvieh vor frühem Tod.

 

Kassel. Weil es am Wilhelmshöher Bahnhof und am Hauptbahnhof massive Probleme mit Tauben gibt, sollte Morgen eigentlich eine Schädlingsbekämpfungsfirma damit anfangen, das Problem zu bereinigen. Da aber gerade documenta ist, soll die Aktion erst nach der Kunstschau stattfinden, wie ein Pressesprecher der Deutschen Bahn mitteilte.

„Es gibt bezüglich der Tauben und ihren Hinterlassenschaften große Beschwerden von Pächtern und Gästen im Bahnhof“, so ein Bahnsprecher auf EXTRA TIP-Anfrage. „Wir müssen uns deshalb dem Problem stellen und haben eine Fachfirma beauftragt.“ Um die Gäste der documenta nicht stören zu stören, sei die Aktion auf den Herbst verschoben worden.

Die Tierschützer von der Guxhagener Katzenhilfe haben von der Sache erfahren und befürchten, dass die Tauben in Fallen gelockt und anschließend getötet werden sollen. Die beauftragte Firma soll laut einem Informanten von Tierfreund Dieter Büchling bekannt dafür sein, dass sie Lebendfallen aufstelle, die Tauben anfüttere und wenn sie in der Falle sind, tötet. Mit welchen Mitteln die Firma arbeite, wisse man bei der Bahn nicht. „Die Firma ist eine Spezialfirma. Deswegen gehen wir davon aus, dass sie weiß, wie man das Problem löst“, so der Mitarbeiter der Bahn weiter.

Büchling ist der Meinung: „Wenn man den Tauben Gipseier in die Gelege geben würde, hätte man auch einen langfristigen Erfolg. Carmen Siwek – leider verstorben – hatte vor Jahren den hessischen Tierschutzpreis erhalten, weil sie sich für die Rathaustauben erfolgreich eingesetzt hat.“ Wie es mit den Bahnhofstauben weitergeht, bleibt wohl erst mal unklar. Durch die documenta haben sie eine Galgenfrist bekommen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Büchling

Auf dem Loh 11- 34302 Guxhagen

Tel.: 05665-2994 – Fax: 05665-921340

Mail: guxhagener-katzenhilfe@t-online.de

 

Ein Gedanke zu „Taubentötung in Kasel verschoben – aber nicht aufgehoben

  1. Es ist unerhört, was die deutsche Bahn mit den Tieren/Tauben vorhat. Es ist weiters unerhört, dass in unserer sogenannten zivilisierten Welt und auch Zeitrechnung solche Vorhaben nicht schon längst auf dem Misthaufen der Geschichte gelandet sind. Stadttauben als „Schädlinge“ zu bezeichnen ist eine derartige Mißachtung der Wahrheiten um das Thema. Es sollte uns allen schon längst bekannt sein, wer hier den Planeten Erde ruhiniert! Stadttauben können für den Müll den wir tagtäglich hinterlassen nicht zur Verantwortung gezogen werden!
    Stadtauben haben ein Recht auf Leben. Stadttauben wurden vom Menschen in unsere Städte gebracht. Sind deshalb auch Gefangene unserer Willkür. Deshalb hat auch der Mensch die Verantwortung für ihren tierartgerechten Verbleib, sprich Beherbergung und Versorgung.
    Es kann nicht sein, das man Millionen Euro an Firmen ausgibt, die einen Massenmord mit den Tieren vorhaben. Es kann nicht sein, dass man Millionen Euro ausgibt für taubenabwehrmaßnahmen, die keinen Sinn ergeben, sonder nur als aggressives Mittel dienen, und andererseits ignorieren wir die billigeren und auch nachhaltigeren und auch tierartgerechten Stadttaubenkonzepte einfach so. Nur weil der Mensch all die Umweltsünden, für die er selbst verantwortlich ist, einfach immer auf andere abschieben möchte. Stadttauben als Sündenböcke für unsere eigenen Verbrechen an der Ökologie! So geht das nicht. Das muss AUFHÖREN!

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