Buchempfehlungen

Daniel Quinn: Ismaels Geheimnis. Goldmann Verlag, 1999, ISBN 3-442-44202-8

Quelle: Wikipedia        Ismaels Geheimnis ist ein 1997 erstmals erschienener Roman des Autors Daniel Quinn. Er bildet den Schluss einer aus den Büchern Ishmael (deutscher Titel: Ismael), The Story of B (keine veröffentlichte deutsche Übersetzung) und My Ishmael (Ismaels Geheimnis) bestehenden Trilogie. Die deutsche Fassung ist 1999 im Goldmann Verlag erschienen.[1]

InhaltIsmaels Geheimnis

In Ismaels Geheimnis wird die zwölfjährige Julie durch eine Zeitungsanzeige mit dem Text „Lehrer sucht Schüler mit ernsthaftem Verlangen, die Welt zu retten. Persönliche Bewerbung erwünscht“ auf Ismael aufmerksam. Ismael ist ein Gorilla, der lesen und schreiben gelernt hat und mittels Telepathie mit Menschen kommunizieren kann. Zuerst weigert sich Ismael Julie zu unterrichten, da er sich als nicht fähig ansieht, ein so junges Kind zu unterrichten. Durch Hartnäckigkeit gelingt es Julie, dass Ismael schließlich doch einwilligt. Ismael fungiert als mäeutischer Lehrer für Julie und gibt ihr einen Einführungskurs in die Anthropologie. Ismael klärt Julie dahingehend auf, wie sich unser Gesellschaftssystem zu der heutigen Form entwickelt hat, und zeigt ihr auch die Stärken und Schwächen des Systems. Ismael und Julie sehen gemeinsam den Status quo als inakzeptabel an und wollen die Welt zu einem besseren Ort gestalten. Dabei gibt Ismael keine konkreten Empfehlungen ab, sondern versucht sein Wissen an Julie weiterzugeben, damit diese die Vorgänge versteht und in ihrem späteren Leben als Lehrerin eigene Schüler unterrichten kann.[2]

Während Julie ihren Kurs bei Ismael besucht, tritt immer wieder die Person Alan Lomax aus dem ersten Roman der Trilogie in Erscheinung. Julie hat keine gute Meinung über ihn und versucht jeder persönlichen Konfrontation aus dem Weg zu gehen.

Als sich abzeichnet, dass Julies Unterricht bei Ismael zu Ende geht, beginnen sie mit Hilfe eines Freundes von Ismael einen Plan auszuarbeiten, um Ismael zurück nach Afrika zu bringen, damit er in einem Stück unberührten Regenwaldes unter anderen Gorillas leben kann. Daniel Quinn konstruiert hier eine Republik im Norden des Kongo, die durch eine Revolution entstanden ist. Julie wird auserkoren, den Weg von den USA über Kinshasa nach Bolamba, der Hauptstadt der imaginären Republik Mabili, anzutreten, um dort den politischen Führer zu treffen und dann die Rückkehr Ismaels zu organisieren. Dies gelingt trotz einiger Schwierigkeiten, nicht zuletzt aber dadurch, dass Julie die Methoden anwendet, die Ismael ihr anvertraut hat.[3]

Zurück in den USA heißt es dann Abschied nehmen. Ismael ist zwar an einer schweren Lungenentzündung erkrankt, es gelingt aber dennoch, ihn nach Mabili zu bringen. Julie erfährt, warum Alan nicht über Ismaels „Umzug“ aufgeklärt wurde und warum es so wichtig war, dass sie persönlich nach Afrika reist. Dies stellte die letzte Unterrichtseinheit dar, die Ismael Julie mit auf den Weg geben konnte.

Julie schreibt, ebenfalls wie Alan, ein Buch über ihre Zeit mit Ismael, darf dieses auf Weisung des Freundes aber erst veröffentlichen, nachdem die Republik Mabili zerfallen ist, um das Leben Ismaels nicht zu gefährden. Als das Buch erscheint, ist Julie sechzehn Jahre alt.

Ismaels Lehre

Ismael lehrt sowohl Rachel als auch Alan eine grundlegende Regel: Es gibt zwei Arten von Menschen, nämlich die Nehmer und die Lasser (vergleiche auch die beiden Kategorien des Biologen Raymond Dasmann: Biosphären-Menschen und Ökosystem-Menschen).

Die Lasser sind die sogenannten „Naturvölker“, die den Planeten Erde schon seit mehr als 3 Millionen Jahren besiedeln (aktueller Stand der Wissenschaft). Dieser Mensch lebt in verschiedenen Völkern und Stämmen auf der Erde, ohne diese auszubeuten und zu zerstören. Die Lasser-Stämme leben in verschiedenen geografischen Gebieten und sind an ihre Umgebung dementsprechend angepasst. Zum weiteren Verständnis hier ein Beispiel: Stamm A betreibt ein wenig Ackerbau und lebt zusätzlich als Jäger und Sammler. Stamm B betreibt viel Ackerbau, hat das Jagen und Sammeln aber noch nicht ganz aufgegeben. Stamm C betreibt so gut wie gar keinen Ackerbau und lebt fast ausschließlich als Jäger und Sammler in seinem Gebiet. Die Stämme haben alle ihre eigene Lebensweise, die sich durch die Evolution in dieser Form ausgeprägt hat. Zeitweise kommt es zu einem Aufeinandertreffen zwischen den Stämmen, die A dringen in das Gebiet der C ein, die B in das der A und die C in das der B. Sobald dies geschieht, reagiert der Stamm, auf dessen Territorium sich die Eindringlinge befinden, mit Aggression und vertreibt diese. Die Eindringlinge flüchten zurück in ihr Territorium und die Ordnung ist wieder hergestellt.

„Lässt du mich in Ruhe, lasse ich dich in Ruhe. Bist du der Eindringling, dann flüchte. Wird in dein Territorium eingedrungen, kämpfe.“ Dies sind die Regeln der Lasser.

Dieses Verhalten wird von Ismael als „unberechenbare Vergeltung“ bezeichnet. Solange dieser Mechanismus funktioniert, regulieren sich die Konflikte von alleine und die Stämme und Völker leben nebeneinander relativ unbeschadet vor sich hin.

Nun trat aber der Nehmer vor 10.000 bis 30.000 Jahren auf den Plan der Geschichte.

Die Nehmer sind ein Volk, das seine Heimat im „fruchtbaren Halbmond“ hat. Dieses Volk hat sich bereits vom Jäger und Sammler zum Ackerbauern weiterentwickelt. Die Nehmer haben auch schon die Vorratshaltung erfunden, dadurch können die Stammesmitgliedern auch Dürreperioden überstehen. Dadurch wächst die Bevölkerung stetig. Infolge dieses Wachstumsprozesses wird mehr Landfläche benötigt, um den größer werdenden Stamm ernähren zu können. Dadurch, dass die Stammesmitglieder ein „besseres“ System entwickelt haben, können sie mehr Zeit auf die Herstellung anderer Güter, die nicht als Nahrung dienen, verwenden. Sie beginnen verschiedene Handwerke und bald auch Waffen zu entwickeln und werden für die sie umgebenden Stämme zu unbesiegbaren Angreifern. Jetzt beginnt die tatsächliche Expansion der Nehmer und umfasst Ismaels Meinung nach derzeit fast unseren gesamten Planeten.

Durch das System der Nehmer, die den Lassern als schier unbesiegbare Gegner gegenübertreten, endet das evolutionäre Prinzip der unberechenbaren Vergeltung. Ein Stamm nach dem anderen wird entweder assimiliert oder, falls er dagegen Widerstand leistet, vernichtet. Die Nehmer üben nicht mehr Vergeltung, sondern sind Vernichter geworden, und das System der Natur, das sich in Jahrmillionen entwickelt hat, gerät aus den Fugen. Der heute erreichte Höhepunkt dieses Prozesses wird wahrscheinlich fortführend in die Zukunft verlagert.

Ismael geht hier auf seine Schüler unterschiedlich ein. Im ersten Band Ismael beginnt er mit Alan Lomax bei der Genesis und der Geschichte von Abel und Kain, dem Brudermord. In Ismaels Geheimnis wird dieser Schritt Julie gegenüber nicht so ausführlich behandelt, vermutlich da der Leser diese Prozesse schon aus dem ersten Band kennt.

Zum weiteren Verständnis hier eine kurze Beschreibung von Ismaels Aussagen.

Ismael geht davon aus, dass die Genesis von den Lassern geschrieben wurde und an die Nehmer gerichtet war. Die Geschichte wird von den Nehmern allerdings falsch verstanden. Die Lasser beschrieben den Sündenfall nicht dahingehend, dass der Mensch sich nach der Vertreibung aus dem Paradies die Erde untertan machen solle und der Mensch die göttliche Weisheit erlangt habe. Ganz im Gegenteil: Der Mensch ist durch den Sündenfall von den Göttern abgerückt. Er maßt sich seit diesem Zeitpunkt an, der Herrscher über die Erde zu sein und diese nach seinen Vorstellungen umgestalten zu können. Er missachtet damit das erste Gesetz der Natur, das für alle Lebewesen auf diesem Planeten gilt: das Gesetz des Lebens, das einen nachhaltigen Umgang mit der Erde vorschreibt und die Ausbeutung dieser erst gar nicht vorsieht. Kein Lebewesen auf diesem Planeten beutet seine Umgebung aus und betreibt Vernichtung statt unberechenbarer Vergeltung, mit Ausnahme des Menschen.

Die Geschichte von Abel und Kain, die im Alten Testament unmittelbar an den Sündenfall anschließt, beschreibt nach Ismael den Kampf der Nehmer gegen die Lasser, wobei Kain die Nehmer darstellt und Abel, der von seinem Nehmer-Bruder umgebracht wird, die Lasser.

Was sich in beiden Geschichten wiederholt, ist, dass Ismael von einem Mythos unserer Kultur spricht – der Mythos, der jeden Tag aufgeführt und nur von wenigen in Frage gestellt wird. Ebendiese sind, unter anderem, seine Schüler Alan und Julie. Er versucht durch seinen Unterricht diesen Mythos aus den Köpfen der beiden zu vertreiben, ihn sozusagen einzureißen und Raum für etwas Neues zu schaffen. Ismael gibt an seine Schüler keine Handlungsaufforderungen oder Lösungsvorschläge weiter, wie genau sie nun die Welt retten sollen. Was aber immer wieder durchscheint, ist die Aufforderung, der Wandel, den man in der Welt erleben möchte, selber zu sein.

[4] Eine konkrete Handlung schlägt er aber beiden vor: selbst Lehrer zu werden und so viele Schüler wie möglich zu haben. Wenn man keine hundert erreicht, dann eben nur zehn, und wem das nicht gelingt, dann wenigstens das Wissen an einen anderen weiterzugeben und so den Weg für eine gute, frohe und vor allem neue Zukunft zu schaffen.

Ismaels Geheimnis als Unterrichtsmaterial

Auszüge des Buches sind in einigen Schulen, vor allem in den USA, aber auch darüber hinaus, Teil des Unterrichts. Eine Liste findet man auf der von Daniel Quinn eingerichteten Internetseite.[5]

Verfügbarkeit

Das Buch Ismaels Geheimnis ist erstmals 1999 in deutscher Sprache im Goldmann Verlag erschienen. Mittlerweile wird das Buch nicht mehr aufgelegt und ist nur noch auf dem Gebrauchtmarkt für Preise ab 60 Euro zu erhalten. Trotz einer Online-Petition an den Verlag ist bisher keine Neuauflage geplant.[6] Das Buch ist aber noch in einigen deutschen Bibliotheken vorhanden und kann dort ausgeliehen werden.[7][8]

James Lee und Discovery Channel

Am 1. September 2010 nahm der 43-jährige Amerikaner James Lee in der Lobby des Hauptsitzes des Discovery Channels drei Geiseln und drohte mit deren Tötung sowie der Detonation einer Bombe, sollten seine Forderungen nicht erfüllt werden. Lee wollte den Sender erpressen und dazu zwingen, nur noch Sendungen auszustrahlen, die den Menschen einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Erde lehren. Er nahm hier direkt Bezug auf das Buch Ismaels Geheimnis und speziell auf das Kapitel Revolutionäre.[9] Lee arbeitete einen 11- Punkte-Plan aus, sein Manifest, in welcher Form seine Forderungen umgesetzt werden sollten.[10] Lee wurde von der Polizei nach ungefähr vier Stunden erschossen und die Geiseln konnten unverletzt befreit werden.

 

Hilal Sezgin: Artgerecht ist nur die Freiheit                                     ISBN: 978-3-406-65904-1

Tierquälerei ist schwer erträglich. Trotzdem Hilal Sezgin - Artgerecht ist nur die Freiheitlassen wir es stillschweigend zu, dass unzählige Tiere in Versuchslaboren gequält und in Mastställen und Schlachthöfen angeblich „artgerecht“ misshandelt werden, weil wir uns ein Leben ohne „tierische Produkte“ nicht vorstellen können. Wem dieser Widerspruch keine Ruhe lässt, der sollte Hilal Sezgins Augen öffnendes Buch lesen. Sie geht der Frage nach, ob wir Tiere im medizinischen Interesse malträtieren und ob wir sie einsperren, töten und essen dürfen. In einer lebhaften Auseinandersetzung mit anderen (tier-)ethischen Positionen plädiert sie dafür, Tiere als Individuen mit eigenen Rechten anzuerkennen – auch in unserem eigenen Interesse. Am Ende dieser engagierten Tierethik steht die Vision einer Menschheit, die sich die Erde gerecht mit anderen Tieren teilen kann. Eine fulminant geschriebene Einladung zum Umdenken, der man sich nur schwer entziehen kann. „Ein engagiertes, kämpferisches und aufrüttelndes Buch.“ Veganblog.de „lebendig und unbedingt lesenswert“ Martina Bittermann, NDR „Hilal Sezgins Buch liest sich wie eine Droge.“ Susanne Billig, Deutschlandradio Kultur „Das ideale Buch für Leser, die glauben, dass es gute Gründe für alle möglichen Ausnahmen gibt. Und bereit dafür sind, dass es anders kommt.“ Maren Keller, SPIEGEL „sehr anregend und lebensnah“ Kristin Unverzagt, MDR „Sezgin hat ja Recht: Daraus, dass etwas war, immer so gemacht wurde, folgt moralphilosophisch wenig. Aber kulturell, politisch, historisch folgt doch wohl einiges daraus.“ Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung

aus: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/sezgin-artgerecht-freiheit-besprechung

Hilal Sezgin entwirft in ihrem neuen Buch »Artgerecht ist nur die Freiheit« eine »Ethik für Tiere«, die deutlich vor Augen führt, »warum wir umdenken müssen«.

Sezgin, die selbst Philosophie studiert hat, entwickelt in der Auseinandersetzung mit verschiedenen tierethischen Positionen einen ganz eigenen, teilweise auch durch persönliche Erfahrungen geprägten, gut begründeten und schlüssigen Standpunkt in dieser immer wichtiger werdenden Debatte. Dass sie sich bereits seit Jahren auch in ihren Artikeln umfassend mit der Art und Weise, wie in unserer Gesellschaft mit Tieren umgegangen wird, auseinandersetzt, kommt dem Buch zusätzlich zugute. So kann sie mit einer Fülle von Beispielen aufwarten, die die Zusammenhänge verdeutlichen und auch kompliziertere moralische Fragestellungen verständlich machen. Ohnehin handelt es sich bei diesem Buch eben nicht allein um eine Darstellung bisheriger tierethischer Theorien. Die Autorin lässt sich vielmehr nach eigenem Bekunden von diesen »helfen«, eine moralische Sichtweise zu entwickeln, die »unsere menschlichen Ansprüche und die von Tieren verbindet, sprich: die uns ermöglicht, vertretbare Entscheidungen gegenüber allen Beteiligten zu treffen«. Das Ergebnis ist eine sehr gut lesbare Diskussion all der moralischen Problemstellungen, die durch unseren Umgang mit Tieren aufgeworfen werden.

Eine Ethik für Tiere

Hilal Sezgin folgt in ihrem Buch der Frage, die sich heutzutage wohl viele Menschen angesichts der Zustände in der intensiven »Nutz«tierhaltung, aber auch in den Tierversuchslaboren stellen: Dürfen wir das? Dürfen wir Tiere quälen, töten, nutzen? Anhand dieser Fragestellungen, die als Kapitelüberschriften auch die Struktur des Buches bilden, entwickelt sie Schritt für Schritt ihren persönlichen tierethischen Standpunkt, der schließlich in einem Entwurf mündet, wie wir mit Tieren leben können.

In einem einführenden Kapitel wird zunächst umrissen, auf Basis welcher Theorien und Begriffe sie sich in der Folge diesen Themenkomplexen widmen wird. Näher eingegangen wird dabei auf Grundbegriffe wie »Empfindungsfähigkeit«, »Anthropomorphismus«, »Rechte und Pflichten« und »Speziesismus«. Hier findet selbst ein mit dem Thema Tierrechte bereits vertrauter Leser noch neue Argumente und Denkanstöße. Und auch die Autorin berichtet von der Erfahrung, »während der Arbeit an diesem Buch einige langgehegte Überzeugungen abgelegt« und »neue hinzugewonnen« zu haben.

Dürfen wir Tiere quälen, töten, nutzen?

So nähert sich Sezgin im folgenden Kapitel unter der Überschrift »Dürfen wir Tiere quälen?« dann auch dem Thema Tierversuche zunächst mit der Annahme eines »milden Speziesismus«, der dem Menschen in dem Fall den Vorzug gibt, »wenn gleichermaßen vitale Interessen bei Mensch und Tier auf dem Spiel stehen«. Nach eingehender Beschäftigung mit der Thematik und Abwägung dieser Interessen kommt sie jedoch in der Folge angesichts des Ausmaßes der Leiden und Einschränkungen der Versuchstiere und ihrer Masse zu dem Schluss, dass all dies selbst unter Heranziehung eines »milden Speziesismus« moralisch nicht zu rechtfertigen ist.

Im Zentrum des anschließenden Kapitels, das sich mit der Frage, ob wir Tiere töten dürfen, auseinander setzt, stehen Begriffe wie der »Wert des Lebens« und der »Lebenswille« der Tiere. Unabhängig von dem Argument, mit dem sich bereits viele Tierethiker auseinandergesetzt haben, dass das Tier an sich angeblich keinen echten Begriff einer Zukunft habe und somit auch nicht darüber, dass ihm diese durch den Akt des Tötens genommen werde, sieht Sezgin das Leben als »einen Wert an sich, ein essentielles Gut für das jeweilige empfindsame Wesen«. Ihm dieses zu nehmen, sei »immer ein moralisches Unrecht«, für das sich letztlich auch »kaum Argumente auf der Basis von Komfort, Traditionen, Eigeninteressen denken« ließen.

Neben der Tötungsfrage stellt sich zugleich die Frage, ob wir Tiere nutzen dürfen. Daran, dass in ihren Augen »die Tiere, die uns heute Fleisch, Eier, Milch, Wolle und Leder ‘liefern’, ein erbärmliches Leben« führen, lässt die Autorin schon zu Beginn keinen Zweifel. Die Art, wie diese gehalten werden, erfülle nicht einmal das Minimum einer so gerne postulierten »artgerechten« Haltung. Der Maßstab für das »Wohl des Tieres« sollte vielmehr »das (vorgestellte) freie Tier« mit all seiner Handlungs- und Wahlfreiheit sowie die Tatsache, »inwiefern unsere Haltung sein Leben und dessen einzelne Elemente und Funktionen beeinträchtigt«, sein. Ebenso weit entfernt von der gegenwärtigen Realität (auch der Realität der Tierwohl-Initiativen der Fleischindustrie) wie dieses Ideal ist dann auch Sezgins hypothetische Frage, ob »eine Nutztierhaltung vorstellbar ist, bei der die Tiere nur »etwas« beeinträchtigt wären, aber nur so, dass ihr Wohl nicht unzulässig eingeschränkt würde«. Da Unfreiheit jedoch immer Leiden schaffe und die Berücksichtigung aller Bedürfnisse des Tieres kaum möglich sei, muss sie auch diese Frage verneinen.

Eine neue Form des Zusammenlebens mit Tieren

Die Autorin beschränkt sich allerdings nicht allein darauf zu benennen, was in ihren Augen aus moralischer Sicht im Hinblick auf unsere Behandlung der Tiere nicht akzeptabel ist. Im letzten Kapital schließlich entwirft sie die mögliche Zukunft einer »neuen Form des Zusammenlebens mit Tieren«. Sie fordert einen »Perspektivwechsel«, durch den wir das Tier »nicht von vornherein als »Nutztier« ansehen und auf dieser Grundlage überlegen, wie wir ihm sein derzeit unzumutbares Los ein wenig erträglicher machen können«, sondern ihm »a priori das Recht auf den Vollzug seines eigenen Lebens« zugestehen. Es ist ihre »Vision von einer Menschheit, die sich diese Erde mit anderen Tieren teilen kann und will«.

Fazit: Artgerecht ist nur die Freiheit

Der große Gewinn dieses Buchs für die Leser ist, dass sie hier einerseits einen fundierten, umfassenden Einblick in die historische wie auch die aktuelle tierethische Debatte erhalten, zum anderen aber aufgrund der Fülle praktischer Beispiele auch angeregt und in die Lage versetzt werden, einen eigenen Standpunkt zu entwickeln und nach diesem zu handeln. Indem Hilal Sezgin sich nicht allein auf die theoretische Darstellung der moralischen Fragestellungen beschränkt, sondern ganz konkrete Antworten liefert und die persönlichen Konsequenzen für ihr Leben verdeutlicht, praktiziert und vermittelt sie eine angewandte Ethik, die heutzutage angesichts der dargestellten Zustände immer wichtiger wird.

Das Buch »Artgerecht ist nur die Freiheit. Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen« (301 Seiten) ist im C. H. Beck Verlag erschienen und kann u. a. hier bestellt werden.

 

Claus W. Turtur: Freie Energie für alle Menschen                  ISBN: 978-3-86445-116-4

Raumenergie existiert. Und wir können sie nutzen. Hier ist der Beweis!

Energie, die

  • unerschöpflich und überall verfügbar istClaus W. Turtur - Freie Energie für alle Menschen
  • nichts kostet
  • Strom erzeugt
  • Umwelt und Gesundheit nicht belastet.

Kann es so etwas geben? Die Schulwissenschaft sagt »nein!«. Energiekonzerne und das Establishment ebenso. Claus W. Turtur dagegen behauptet: Unerschöpfliche Energie, die all diese Vorteile bietet, existiert sehr wohl. Und wir können sie nutzen. Denn die Raumenergie ermöglicht uns, Generatoren zu bauen, die die Versorgungsprobleme der Menschheit ein für alle Mal lösen. Bislang verbrennen wir Tonnen von Kohle und Benzin, um die Energie einer einzigen Megawattstunde freizusetzen. Dabei enthält ein Liter Volumen des bloßen Raumes 27.811.799 Milliarden Megawattstunden. Eine einmalige Investition von 2.000 Euro in diese Quelle – und Ihre Strom- und Heizkosten – wie auch Ihre Benzinrechnung hätten sich für die nächsten 20 bis 30 Jahre erledigt.

Claus W. Turtur stellt aber nicht nur Behauptungen auf:
Der Mann, der als Physikprofessor tätig ist, hat seine These bereits bewiesen. In der Theorie und im Labor!

In diesem Buch präsentiert er Ihnen nun seine Forschungsergebnisse. Er zeigt Ihnen zunächst, wie Sie eine Kristallzelle bauen können, die die Raumenergie erlebbar macht. Das dauert gerade mal eineinhalb Stunden und kostet so gut wie nichts. Sie lernen dann einen einfachen Raumenergiekonverter in Form eines Rotors kennen, den der Physikprofessor selbst entwickelt hat. Schritt für Schritt erläutert er, wie dieser Motor gebaut wird. Der Autor zeigt Ihnen anschließend aber auch in der Theorie, warum seine Erfindung funktioniert. Im Buch finden Sie außerdem ein Konzept für einen leistungsfähigen Raumenergiekonverter. Mit detaillierten Plänen. Und einer Beschreibung der theoretischen Grundlagen.
Interessant zu wissen: Claus W. Turtur berichtet auch von den Widerständen und Anfeindungen, mit denen er als Forscher zu kämpfen hat. Eine neue billige und überall verfügbare Energie wäre nicht im Interesse der Energiewirtschaft und der Machtelite. Diese versuchen die Forschungen zur Raumenergie totzuschweigen. Enttäuschend für den Raumenergieexperten, aber gut für Sie: Denn so stellt er sein Wissen in diesem Buch vor. Und das

  • in kompakter Zusammenfassung
  • durch viele Bilder veranschaulicht
  • so beschrieben, dass es jeder versteht.


Denn Raumenergie ist für alle da!

 

John Gray: Raubtier Mensch           ISBN: 978-3-608-94884-4

Der Mensch als Ausbeuter der Natur, als Homo rapiens

Pointiert und mitreißend erzählt John Gray 1324_01_SU_Gray_RaubtierMensch.indddie Geschichte von menschlichen Idealen – und verwirft sie als überflüssige Wahnvorstellung: Der Mensch hält sich für besser, als er ist. Nicht Homo sapiens, als der sich der Mensch gern selbst sieht, ist er geworden, sondern Homo rapiens – Raubtier Mensch – geblieben.

Die Moderne erzählt sich selbst ihre Geschichte immer wieder: Seit die Religion überwunden ist, glaubt die angeblich aufgeklärte, humane, liberale Menschheit an den Fortschritt. Sie glaubt an Veränderung, an ihre Vervollkommnung und ihre Güte. Mit dem Aufkommen der modernen Wissenschaft weitete sich der Blick – eine Verbesserung schien jederzeit möglich. Das wachsende Wissen ermöglichte es dem Menschen, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, so das Credo des liberalen Humanismus. Ihn und alle Fortschrittsphantasien unterzieht John Gray in seiner Tour dHorizon einer grandiosen wie vernichtenden Kritik.

John Evelyn


Zitate und Aphorismen – http://gutezitate.com

 

Jiddu Krishnamurti: Einbruch in die Freiheit                             ISBN: 978-3-778780-34-3

Kurzbeschreibung

„Mein einziges Interesse besteht darin, den Menschen absolut, unbedingt frei zu machen.“ (Jiddu Krishnamurti)

Das Werk des großen indischen Meisters, das unter seinen vielen Werken die größte Verbreitung fand und die nachhaltigste Wirkung erzielte. In keinem seiner Werke wird Krishamurtis Wunsch, den Menschen zu innerer Freiheit zu verhelfen, so deutlich wie in diesem Buch. Wirkliche Freiheit bedeutet, jeden Tag als etwas Neues, Unbekanntes und Vollkommenes zu erleben. So ist der direkte Weg in die Freiheit immer auch der Weg ins Leben.

 

 

Christian Felber: 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt – Gegen Konzernmacht und Kapitalismus                                                                          ISBN: 978-3552060401

Der globalisierungskritischen Bewegung wird immer wieder vorgeworfen, sie würde nur Probleme aufzeigen, aber keine Lösungen bieten. Christian Felber, Mitbegründer von Attac Österreich, entkräftet diesen Vorwurf eindrucksvoll: Pointiert, doch überzeugend präsentiert er 50 konkrete Alternativen zu neoliberalen Strategien der Globalisierung und Ökonomisierung unseres Lebens. Seine Lösungsmodelle reichen dabei von der Neugestaltung der Finanzmärkte und des Welthandels bis hin zu allgemein verbindlichen Regeln für Konzerne und Standortkooperationen. Ein Plädoyer dafür, die Gestaltung unseres Zusammenlebens aktiv in die Hand zu nehmen und die Spielregeln neu zu schreiben.

 

Urs Huber Uri: Im Namen der Hopi…                                    ISBN: 978-3-939272-38-0

Brückenbau aus der Neunten Dimension – Ein weisser Indianer übermittelt Hopi-Dialekt

Über 4 Kilogramm schwer – Großformat – 4-farbige Seiten – ein Gesamtkunstwerk.

»Es ist ein ungeheures Panoptikum an Wissen und Bildern mit genialen, gewagten und heiklen Betrachtungen, Reflexionen, Berechnungen und Theorien aus dem Universum und aus der Geschichte aus tausenden von Jahren. ›Im Namen der Hopi‹ ist eine Art Überlieferungslexikon zur Seelen-Geschichte der Menschheit.«
Jean-Marc Seiler

Das komplexe, umfassende Thema wird anhand zahlreicher Schaubilder, farbigen Hervorhebungen im Text und nicht zuletzt dem übersichtlichen Index den Leserinnen und Lesern zugänglicher gemacht! Beachten Sie bitte auch die Leseproben im Abschnitt »Dateien« weiter unten auf dieser Seite!

Pro Werkende Künstler bei Synergia, 2011, 925 S., geb.

 

Frank Waters: Das Buch der Hopi. Nach den Berichten der Stammesältesten aufgezeichnet von Kacha Hónaw (Weißer Bär)

ISBN-13: 978-3424006889

Lesen Sie die Bibel ohne Sekundärliteratur, und Sie werden beim Verstehen scheitern, wenn Sie nicht gerade Alt-Philologe oder der griechischen Sprache mächtig sind. Genauso ist es mit dem Buch der Hopi. Es gehört eine gehörige Portion Akribie und Disziplin dazu, die Wanderung aller Hopi-Klans zu verfolgen, ihre Streitigkeiten zu verstehen, ihre religiösen Symbole und Zeremonien einzuordnen. Nicht leicht! Man liest dieses Buch nicht, man studiert es. Aber dieses Buch hat einen unwarscheinlichen Vorteil: Es ist die Aufzeichnung authentischer Berichte der möglicherweise letzten Weisen der Hopi. Die Hopi müssen mit iher unbegreifbaren Geschichte für viele Hypothesen herhalten. Hier hat man die Möglichkeit, originale Berichte eines erfahrenen Hopi-Kenners zu studieren. Es besteht die Gefahr, dass man eben auch hier nicht ohne Sekundär-Literatur auskommt, aber dann besteht wieder die Gefahr der Mißinterpretation. Also lesen, durchkämpfen, über ein Stück Originalgeschichte der Menschwerdung verfügen.

 

Unsichtbares Komitee: Der kommende Aufstand                  ISBN: 978-3-894017-32-3

Pressestimmen

» Der kommende Aufstand steht (…) in einer französischen Traditionslinie, die wahlweise bis Jean-Jacques Rosseau zurückreicht oder bis Jean-Luc Godard. (…) Diese Kommunarden haben den radikalen Gestus Godards geerbt.« (Georg Diez, Der Spiegel)»Neben all der Philosophie, der faszinierenden Poesie und den Mysterien, die das Buch verbreitet, ist die systemkritische Haltung von Der kommende Aufstand unverkennbar. Es ist kein Buch, das versucht, den Kapitalismus zu verbessern , sagt Eric Hazan. Es verteidigt die Welt nicht, in der wir leben. Vielmehr ist es ein Buch, das zum Ziel hat, das System zu stürzen. « (Heinz Cadera, 3sat (Kulturzeit))»Es ist der schneidige Ton, der einen packt. Die Beschreibung der Ödnis, die jeder politisch interessierte Mensch empfindet, der ob der Verhältnisse nicht ganz zynisch geworden ist. (…) Es wäre unredlich, dieses faszinierende, verstörende Büchlein von der Linken wegzurücken.« (Marc Felix Serrao, Süddeutsche Zeitung)

Kurzbeschreibung

Der Aufstand kommt ist ein Buch, das neueste Zeitgeschichte geschrieben hat: Nach Sabotage an einer Eisenbahnstrecke, auf der im November 2008 ein Castortransport mit radioaktivem Material geplant war, wurde es von der französischen Regierung als einziges Beweisstück eines mittlerweile international bekannten »Terrorismusfalls« gehandelt, als ein »Handbuch des Terrorismus« und Vorwand für die skandalöse, z.T. monatelange Inhaftierung von neun Menschen aus dem Dorf Tarnac. Tatsächlich enthält des Buch eine pointierte, situationistisch geprägte Analyse der Reaktionen von Regierungen auf die verschiedenen Unruhen und Volksaufstände in den letzten Jahren. Die brennenden Vorstädte in Frankreich, die Straßengewalt in Griechenland usw. werden von den Regierungen als Gefahr gesehen, die polizeilich und militärisch gebändigt werden müsse, wobei das »Krisenmanagement« die Gesellschaft auch zusammenhalten soll. Für die Autoren dieses Manifests hingegen sind die Revolten revolutionäre Momente, Symptome des Zusammenbruchs der westlichen Demokratien, die sich gegenseitig verstärken und sich ausbreiten. Sie fordern einen Kommunismus, der als »ergebnisoffener« Prozess die Bildung von Kommunen sowie die Restrukturierung der Ökonomie in kleine, lokale Einheiten und plädieren für eine anonyme Position der Unsichtbarkeit.

 

Die Drei Eingeweihten: Das Kybalion – Die 7 hermetischen Gesetze ISBN:978-3-937392-17-2

Kurzbeschreibung

DAS KYBALION erklärt und zeigt die Schlüssel auf – zu den sieben alten, heiligen Prinzipien.

Seit kurzem ist wieder ein großes Interesse am »Kybalion« erwacht. Dan Brown’s neuer Roman »Das verlorene Symbol«, Doreen Virtues Bestsellererfolg »Wie oben, so unten: Die Sieben Gesetze des Lebens«, das bekannte Buch »The Secret – Das Geheimnis«, Bärbel Mohrs »Bestellung beim Universum«, Erfolgsautor Deepak Chopra – sie und viele Andere früher und heute schöpfen aus dieser Quelle. Das »Kybalion« enthält die universellen Weisheiten des großen Eingeweihten, des Meisters der Meister: Hermes Trismegistos.

Ob materieller oder spiritueller Erfolg – es gelten immer die gleichen, geistigen Gesetze. Jeder Mensch bekommt das, was er für seine Entwicklung braucht. Das »Kybalion« erläutert die sieben hermetischen Gesetze klar und verständlich und gibt uns so die mächtigen Schlüssel zur Anwendung in die Hand.

Dieses Buch wird Sie ein Leben lang begleiten und immer wieder neue Aspekte und Geheimnisse offenbaren, deren wahrer Reichtum sich erst nach und nach erschließt, Stufe für Stufe, Siegel für Siegel – ein wahrer Wegbegleiter auf dem eigenen Pfad der Erkenntnis. »Wer Ohren hat, der lausche, wer Augen hat, der schaue…«

Im »Kybalion« finden Sie die Wurzeln aller westlichen spirituellen Strömungen.

 

Horst Stowasser: Anarchie!                                                                ISBN: 978-3-89401-537-4

»… perfekt ist die Gesellschaft, die Ordnung mit Anarchie verbindet.«
Pierre-Joseph Proudhon

Horst Stowasser - Anarchie! Idee - Geschichte - PerspektivenBunt, bizarr und widersprüchlich, verführerisch für die einen, Inbegriff des Bösen für die anderen, zieht sich die Idee der Anarchie durch die Geschichte der Menschheit. Ist sie ein weltfremder Traum oder ein noch zu realisierender Entwurf? Das Buch berichtet von Versuchen, diese Vision zu verwirklichen. Eine informative und kurzweilig geschriebene Einführung in Ideenwelt und Geschichte des Anarchismus, die neue Impulse gibt.

Anarchie, ein Wort, das von jeher Schrecken ausgelöst hat, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als faszinierende Wundertüte. Sie will das »brutale« Chaos der heutigen Gesellschaft durch das »sanfte« Chaos vernetzter horizontaler Strukturen ersetzen, in der die Herrschaft des Menschen über sich und die Natur überflüssig wird.

Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen lassen das Interesse an sozialen Entwürfen wieder wachsen, die bisher im Schatten standen. Horst Stowasser stellt die bestechendste Utopie vor: den Anarchismus.

Verständlich geschrieben und umfassend angelegt, ist dieses Buch ein Standardwerk. Neben einer kritischen Einführung in die freiheitliche Ideenwelt macht der Autor eine Reise durch die reiche Geschichte anarchistischer Experimente.

Zum Autor
Horst Stowasser

Horst Stowasser, Autor und Anarchist, geboren am 7. Januar 1951 in Wilhelmshaven, kam schon als Jugendlicher in Argentinien, wo er sein Abitur machte, mit dem historischen Anarchismus in Berührung. In Deutschland gründete er 1971 das anarchistische Dokumentationszentrum »AnArchiv«, eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten und Literatur zum Anarchismus.
Horst Stowasser vertrat keine theoretische Strömung des Anarchismus, sondern setzte sich für ein projektorientiertes Wirken ein. Seit 1989 betrieb er gemeinsam mit anderen in Neustadt an der Weinstraße das »Projekt A«, das auf die Verankerung libertärer Ansätze und Vorstellungen in einer Kleinstadt abzielt. Selbstverwaltete Betriebe, Wohnmöglichkeiten und Kulturveranstaltungen sind hier umgesetzte Lebenspraxis und Ausdruck des von Horst Stowasser mit viel Einsatz und Leidenschaft vertretenen »Projektanarchismus«. Seine Ideen und seine umfassenden Kenntnisse über die Geschichte des Anarchismus hat er in zahlreiche Büchern veröffentlicht. Er war Herausgeber diverser Zeitschriften und Magazine und hat zahlreich Aufsätze und Studien zu sozialen und politischen Themen veröffentlicht.
Am 30. August 2009 ist Horst Stowasser im Alter von 58 Jahren verstorben.

 

Richard Wilhelm: I Ging  oder  Das Buch der Wandlungen ISBN: 978-3-937715-08-7

Kurzbeschreibung

Das I-Ging oder das Buch der Wandlungen gehört zu den wichtigsten und ältesten Büchern der klassischen chinesischen Literatur. Es geht auf das zweite vorchristliche Jahrtausend zurück und war Grundlage sowohl für die Lehren des Konfuzius als auch für Lao Tse.Aber selbst heute noch ist dieses uralte Gedankengut aus dem fernöstlichen Leben nicht wegzudenken. Das Besondere an diesem Buch ist, dass es auf beinahe alle Fragen eine Antwort weiß, die während eines Lebens auftauchen können. Vom einfachen Reisbauern bis zum hochrangigen Minister oder Wirtschaftsmagnaten, es wird praktisch noch heute von Jedermann zu Rate gezogen.

Über den Autor

Richard Wilhelm (1873 – 1930), Pfarrer, Pädagoge und Missionar, Professor für Sinologie, Übersetzer und Herausgeber, hielt sich 1899 – 1921 und 1922 – 1924 in China auf. 1924 gründete er in Frankfurt das berühmt gewordene China-Institut und gab zwischen 1910 und 1930 die Quellensammlung „Religion und Philosophie Chinas“ heraus. Seine Übersetzungen chinesischer Klassiker sind legendär, haben sich seit Jahrzehnten als Standard etabliert und wurden ihrerseits in viele Sprachen übertragen.

 

Lothar Hirneise: Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe – Enzyklopädie der unkonventionellen Krebstherapien             ISBN: 3-932576-67-5

Kurzbeschreibung

Seit vielen Jahren bereist Lothar Hirneise die ganze Welt auf der Suche nach den erfolgreichsten Krebstherapien und klärt Menschen darüber auf, dass es mehr als Chemotherapie und Bestrahlung gibt. International anerkannt als eine der wenigen Kapazitäten auf diesem Sektor, beschreibt er in dieser Enzyklopädie der unkonventionellen Krebstherapien seine jahrelange Forschung. Detailliert erfährt der Leser, warum auch so genannte Experten in Wahrheit nur wenig über Krebs wissen. Neben der Beschreibung von über 100 Krebstherapien und Substanzen zur Behandlung von Krebs, klärt der Autor auch darüber auf, welche Krebstherapien bei welchen Krebsarten in der Schulmedizin angewandt werden und was man als Patient unbedingt wissen muss, bevor man sich solchen Therapien unterzieht. Erstmals wird auch das 3E-Programm beschrieben, das auf der Auswertung der Krankengeschichten von Tausenden von Menschen beruht, die Krebs in einem sehr späten Stadium überlebt haben. Erfahren Sie, warum so viele Menschen an Krebs sterben müssen und andere nicht. Das Buch liefert nicht nur eine unglaubliche Menge an Informationen, sondern hilft dem Krebskranken auch durch aktive Übungen des 3E-Programmes, seinen eigenen Weg zu finden, um Krebs zu heilen.

 

Eva Kroth: Das Tierbuch   (Verlag Zweitausendeins)       ASIN: B004BVRIWC         Alles ist zu achten                    4. Auflage: Oktober 1991        ISBN 3-86150-353-0

Kurzbeschreibung: Der Klassiker von Eva Kroth liegt inzwischen in einer vierter Auflage vor. Auf 370 Seiten dokumentiert das Tierbuch in vielen neuen und den schon bekannten, meist grauenhaften Fotos das Leiden und Sterben Tiere. Behandelt werden ein Großteil der landwirtschaftlichen Tierhaltung sowie die Themen Tiertransporte und die Tierversuche. Verschiedene Texte und ausführliche Unterzeilen erläutern die Abbildungen. 

Trotz der stark schwankenden Darstellungsqualität und ihres teilweise deutlich sichtbaren Alters entwickeln die Fotos allein schon durch ihre Menge ein enormes emotionalen Gewicht. Für Tierrechtler stellt das Buch eine manchmal unerträgliche Konfrontation mit der Realität der Unterdrückung der Tiere dar, unterstreicht aber andererseits die Notwendigkeit des eigenen Engagements für Veränderungen. Seine aufklärende Wirkung auf die Konsumenten tierischer Produkte sollte das Buch gegenüber der ersten Auflage weiter verstärken können.

Im Buchhandel nicht verfügbar – aber z.B. im Internet: zweitausendeins.de

 

Peter Singer

Animal Liberation. Die Befreiung der Tiere

»Dieses Buch ist kein sentimentaler Aufruf zur Sympathie gegenüber »niedlichen Tieren«. Es handelt von der Gewaltherrschaft des Menschen über die Tiere. Es ist ein Versuch, gründlich, sorgfältig und konsequent darüber nachzudenken, wie wir eigentlich mit Tieren umgehen …«
Peter Singer

Kurzbeschreibung: Singers Buch ist der Klassiker der Tierrechtsliteratur. Es hat maßgeblich zur Entstehung und Motivierung der modernen Tierrechtsbewegung beigetragen und hat dank einer aktuellen Auflage bis heute nichts von seiner Sprengkraft und Überzeugungsstärke verloren.
Singer entwickelt sein Plädoyer für die Tierrechte von einem utilitaristischen Standpunkt aus und arbeitet mit zahlreichen Beispielen und eindringlichen Schilderungen der Situation der Tiere. Ein sehr empfehlenswertes Buch für ein breites Publikum.

Taschenbuch – 415 Seiten
Preis: ca. 8 Euro
rororo, 1996
Nur bei veganbasics erhältlich -> www.veganbasics.de 

 

 

 

Peter Singer: Praktische Ethik                                             ISBN-13: 978-3150080337

Klappentext

Das vieldiskutierte Buch erscheint in einer durchgehend revidierten und erheblich erweiterten Neuausgabe. Singer hat im einzelnen vieles präzisiert und neu akzentuiert. Zwei für die praktische Ethik wichtige Kapitel sind neu hinzugekommen: Die drinnen und die draußen (u. a. Asylproblematik) und Die Umwelt (ökologische Fragen). Im Anhang erscheint eine Zusammenfassung der »Singer-Debatte« aus der Sicht des betroffenen Autors.

Über den Autor

Peter Singer, geb. 1946, war bis 1999 Professor für Philosophie und stellvertretender Direktor des Centre for Human Bioethics an der Monash University Melbourne/Australien. Er lehrt derzeit als De Camp Professor of Bioethics an der Princeton University, USA. International bekannt wurde Peter Singer vor allem durch sein Buch „Animal Liberation“. U.a. sind bisher von ihm erschienen: „Muß dieses Kind am Leben bleiben? Das Problem schwerstgeschädigter Neugeborener“ (mit Helga Kuhse, 1992) und „Wie sollen wir leben? Ethik in einer egoistischen Zeit“ (1996).

 

David Icke: Der Löwe erwacht – Jetzt wird die Menschheit endlich frei (Human Race, get off your knees)                                                        ISBN: 978-3-928963-45-9

Kurzbeschreibung

Dieses Buch ist das bislang eindrucksvollste von David Icke und stellt noch einen weiteren Meilenstein dar, denn es markiert das nunmehr 20. Jahr seiner Entlarvung sensationeller Geheimnisse und unterdrückter Informationen. In diesem Werk beleuchtet er die Manipulation der Bevölkerung und die Natur der Wirklichkeit von ganz neuen Seiten und ruft die Menschen dazu auf, nicht länger zu knien, sondern sich zu erheben und die Welt dem teuflischen Netzwerk bestimmter Familien und nichtmenschlicher Wesen zu entreißen, das uns im Geheimen von der Wiege bis ins Grab kontrolliert.
Seit seinem spektakulären „Erwachen“ im Jahr 1990 hat sich David Icke unzählige Male als Wegbereiter erwiesen, und wegbereitend – und noch einiges mehr – ist auch dieses Werk wieder.
Die wohl packendste Enthüllung ist die, dass die Erde und das kollektive menschliche Bewusstsein vom Mond aus manipuliert werden, der laut David Icke nicht etwa ein „Himmelskörper“ ist, sondern ein künstliches Gebilde – ein riesiges „Raumschiff“. Dieses ist ihm zufolge die Basis der Gruppe von Außerirdischen, welche die Menschheit seit Urzeiten manipuliert.
Zudem geht er auf die „Mondmatrix“ ein, wie er sie nennt – eine Scheinrealität, die vom Mond aus übertragen und vom Körper/Verstand des Menschen, wie in der Filmtrilogie Matrix dargestellt, entschlüsselt wird. Die Mondmatrix, so David Icke, habe das menschliche „Körpercomputer“-System „gehackt“ und speise diesem unaufhörlich ein manipuliertes Selbstgefühl und Weltbild ein.
Wir leben in außergewöhnlichen Zeiten. Einerseits werden wir gerade Zeuge der Einführung eines Orwell’schen Staates der kompletten Überwachung und Kontrolle durch diejenigen, die der Mondmatrix dienen; andererseits findet derzeit eine phantastische energetische Wandlung statt – die David Icke als „Truth Vibrations“, als „Wahrheitsschwingungen“ bezeichnet. Dieses Phänomen hat er erstmals 1990 vorhergesagt, und „Truth Vibrations“ ist auch der Titel seines ersten Buches, das er veröffentlichte, nachdem ihm „die Augen geöffnet“ wurden. Die Wahrheitsschwingungen wecken eine zunehmend größere Zahl von Menschen und rufen ihnen ins Gedächtnis, was sie wirklich sind – unendliches, ewiges Bewusstsein.
Die Menschheit steht an einer Weggabelung und muss sich nun entscheiden. Werden wir zu unserer wahren Größe, unserem wahren Potential als Unendliches Bewusstsein erwachen? Oder lassen wir uns weiterhin in Körper/Verstand und den künstlich erschaffenen Illusionen der Mondmatrix gefangen halten?
Die eine Wahl hält ein Maß an Freiheit und Möglichkeiten für uns bereit, wie wir es uns nie hätten träumen lassen, wohingegen die andere Wahl uns und unsere Kinder zu einer globalen faschistischen/kommunistischen Diktatur verdammt, deren Ausmaß selbst George Orwell die Tränen in die Augen triebe. Wer „Der Löwe erwacht“ liest, wird sich hinterher verändert finden. Dieses Buch wird das eigene Leben und die eigene Wirklichkeit wandeln, und sofern wir die hier gebotenen Informationen beherzigen, werden sie uns befreien. „Dass David sich so unerschrocken und engagiert seiner Aufgabe widmet, hat vielen, die nach ihm kamen, das Leben leichter gemacht – auch uns. Wir schulden ihm in besonderem Maße Dank (…) und bekunden nicht nur seinem Lebenswerk unsere Hochachtung, sondern auch ihm selbst als Menschen, der nach all den Jahren noch immer ungebrochen ist, noch immer auf dem weniger betretenen Weg vorwärtsstrebt und fest entschlossen ist auszusprechen, was er von der Wahrheit erahnt – wie immer genau diese aussehen mag.

Buchrückseite

Dieses Buch ist das bislang eindrucksvollste von David Icke und stellt noch einen weiteren Meilenstein dar, denn es markiert das nunmehr 20. Jahr seiner Entlarvung sensationeller Geheimnisse und unterdrückter Informationen. In diesem Werk beleuchtet er die Manipulation der Bevölkerung und die Natur der Wirklichkeit von ganz neuen Seiten und ruft die Menschen dazu auf, nicht länger zu knien, sondern sich zu erheben und die Welt dem teuflischen Netzwerk bestimmter Familien und nichtmenschlicher Wesen zu entreißen, das uns im Geheimen von der Wiege bis ins Grab kontrolliert. Seit seinem spektakulären „Erwachen“ im Jahr 1990 hat sich David Icke unzählige Male als Wegbereiter erwiesen, und wegbereitend – und noch einiges mehr – ist auch dieses Werk wieder.Die wohl packendste Enthüllung ist die, dass die Erde und das kollektive menschliche Bewusstsein vom Mond aus manipuliert werden, der laut David Icke nicht etwa ein „Himmelskörper“ ist, sondern ein künstliches Gebilde – ein riesiges „Raumschiff“. Dieses ist ihm zufolge die Basis der Gruppe von Außerirdischen, welche die Menschheit seit Urzeiten manipuliert. Zudem geht er auf die „Mondmatrix“ ein, wie er sie nennt – eine Scheinrealität, die vom Mond aus übertragen und vom Körper/Verstand des Menschen, wie in der Filmtrilogie Matrix dargestellt, entschlüsselt wird. Die Mondmatrix, so David Icke, habe das menschliche „Körpercomputer“-System „gehackt“ und speise diesem unaufhörlich ein manipuliertes Selbstgefühl und Weltbild ein. Wir leben in außergewöhnlichen Zeiten. Einerseits werden wir gerade Zeuge der Einführung eines Orwell’schen Staates der kompletten Überwachung und Kontrolle durch diejenigen, die der Mondmatrix dienen; andererseits findet derzeit eine phantastische energetische Wandlung statt – die David Icke als „Truth Vibrations“, als „Wahrheitsschwingungen“ bezeichnet. Dieses Phänomen hat er erstmals 1990 vorhergesagt, und „Truth Vibrations“ ist auch der Titel seines ersten Buches, das er veröffentlichte, nachdem ihm „die Augen geöffnet“ wurden. Die Wahrheitsschwingungen wecken eine zunehmend größere Zahl von Menschen und rufen ihnen ins Gedächtnis, was sie wirklich sind – unendliches, ewiges Bewusstsein. Die Menschheit steht an einer Weggabelung und muss sich nun entscheiden. Werden wir zu unserer wahren Größe, unserem wahren Potential als Unendliches Bewusstsein erwachen? Oder lassen wir uns weiterhin in Körper/Verstand und den künstlich erschaffenen Illusionen der Mondmatrix gefangen halten?Die eine Wahl hält ein Maß an Freiheit und Möglichkeiten für uns bereit, wie wir es uns nie hätten träumen lassen, wohingegen die andere Wahl uns und unsere Kinder zu einer globalen faschistischen/kommunistischen Diktatur verdammt, deren Ausmaß selbst George Orwell die Tränen in die Augen triebe.Wer „Der Löwe erwacht“ liest, wird sich hinterher verändert finden. Dieses Buch wird das eigene Leben und die eigene Wirklichkeit wandeln, und sofern wir die hier gebotenen Informationen beherzigen, werden sie uns befreien.„Dass David sich so unerschrocken und engagiert seiner Aufgabe widmet, hat vielen, die nach ihm kamen, das Leben leichter gemacht – auch uns. Wir schulden ihm in besonderem Maße Dank […] und bekunden nicht nur seinem Lebenswerk unsere Hochachtung, sondern auch ihm selbst als Menschen, der nach all den Jahren noch immer ungebrochen ist, noch immer auf dem weniger betretenen Weg vorwärtsstrebt und fest entschlossen ist auszusprechen, was er von der Wahrheit erahnt – wie immer genau diese aussehen mag.“

 

Jonathan Safran Foer: Tiere essen (Eating Animals)             ISBN: 978-3-462040-44-9

Pressestimmen

„Der amerikanische Autor Jonathan Safran Foer holt mit seinem Bestseller ‚Eating Animals‘ den Vegetarismus ins Zentrum der Gesellschaft. Nichts ist so unwiderstehlich wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung „Diese Geschichte begann nicht als ein Buch. Ich wollte nur wissen – für mich und für meine Familie – was Fleisch eigentlich ist. Wo kommt es her? Wie wird es produziert? Welche Folgen hat unser Fleischkonsum für die Wirtschaft, die Gesellschaft und unsere Umwelt? Gibt es Tiere, die man bedenkenlos essen kann? Gibt es Situationen, in denen der Verzicht auf Fleisch falsch ist? Warum essen wir kein Hundefleisch? Was als persönliche Untersuchung begann, wurde rasch sehr viel mehr als das …“ Jonathan Safran Foer

Kurzbeschreibung

Tiere essen ist ein leidenschaftliches Buch über die Frage, was wir essen und warum. Als Jonathan Safran Foer Vater wurde, bekamen seine Fragen eine neue Dringlichkeit: Warum essen wir Tiere? Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wo sie herkommen?
Foer stürzt sich mit Leib und Seele in sein Thema. Er recherchiert auf eigene Faust, bricht nachts in Tierfarmen ein, konsultiert einschlägige Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren und Experten. Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für den Menschen bedeutet.

 

 

 

Albert Hofmann: Einsichten Ausblicke   Essays                   ISBN: 978-3-03788-157-6

Kurzbeschreibung

Welches ist die wahre Wirklichkeit? – Das nüchterne Weltbild des Naturwissenschaftlers oder das rauschhafte des Mystikers? Eigene spontane und drogeninduzierte mystische Erlebnisse drängten den Autor, den Entdecker des LSD, Albert Hofmann, dieser Frage nachzugehen. Er gelangte dabei zu Einsichten in das Wesen der Wirklichkeit, die dieses zentrale Problem der Philosophie in neuer Weise anschaulich machen. Dieser Band erschien erstmals 1986 im Sphinx Verlag. In dieser neuen Ausgabe sind einige Artikel überarbeitet worden und mit neuen Texten – z.B. ‚Bewusst Sein‘ – ergänzt. Laut Albert Hofmann ist dieses Buch „Der Kern meiner Weltanschauung“. Das Buch erschien zum 60. Jahrestag der LSD-Entdeckung (16.4.03) und wird an der Basler Buchmesse (2.-4.5.03) unter Beisein des Autors mit grosser Medienpräsenz vorgestellt.

Über den Autor

Albert Hofmann, geb. am 11. 1.1905 in Baden/Schweiz, studierte Chemie an der Universität Zürich. Von 1929-71 war er als Forschungschemiker bei der Sandoz AG tätig. Die Erfindung des LSD machte ihn weltweit bekannt.

 

Henry David Thoreau: Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat (Civil Disobedience)                                                                               ISBN: 3-257-06460-8

Pressestimmen

„Henry David Thoreau, jüngerer Freund des einflussreichen Emerson, Literat und Naturliebhaber in Concord bei Boston, hat schon 1849 verkündet, der Bürger habe ein Recht, ja sogar die Pflicht zur ‚civil disobedience‘ gegen den Staat, wenn die regierende Mehrheit Gesetze beschließt und Taten billigt, die der Bürger in seinem Gewissen für ein schweres Unrecht hält. In seinem berühmt gewordenen Essay ‚Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat‘ stellt er Kernfragen der Demokratie: Dürfen Mehrheiten über Recht und Unrecht, ja sogar über Gewissensfragen entscheiden? Darf der Bürger auch nur für einen Augenblick und im geringsten Grad sein Gewissen dem Gesetzgeber überlassen? Wozu hat dann jeder Mensch ein Gewissen? Kühn reklamiert der eben Dreißigjährige ein individuelles Gewissensrecht gegen ungerechte Mehrheitsentscheidungen: ‚Wenn das Gesetz dich zum Arm des Unrechts macht, dann, sage ich, brich das Gesetz.'“ (Der Spiegel)“Immer noch von kämpferischer Frische.“ (Abendzeitung)

Kurzbeschreibung

Eines jener Bücher, die die Welt verändern: Thoreaus Essay ‚Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat‘, den er 1849 aus Protest gegen die amerikanische Eroberungs- und Sklavenpolitik veröffentlichte und der nun erstmals in einer zweisprachigen Leinenausgabe erscheint. Nicht so sehr ein Pamphlet als schlicht große Poesie.

 

Henry David Thoreau: Walden oder Hüttenleben im Walde (Walden, or life in the woods)                           1854                                                           ISBN: 3-7175-1440-7

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher(Harenberg Verlag)Walden oder Leben in den Wäldern
OT Walden or Life in the Woods OA 1854 DE 1897Form Essayzyklus Epoche Romantik
Aus der Beobachtung, dass die »große Masse der Menschen […] ein Leben voll Verzweiflung« führt, erwächst in Walden von Henry David Thoreau die Forderung nach dem einfachen, kontemplativen Leben autonomer Individuen, mit der Thoreau die philosophischen Ideen des Transzendentalismus (Stichwort R S. 1068) als persönliche Utopie radikal umsetzt. Die sensiblen Naturbeschreibungen in Walden begründeten den literarischen Weltrang des Autors.
Entstehung: 1845–47 lebte Thoreau in einer selbst gebauten, spartanischen Blockhütte am Walden Pond. Dort führte er ein äußerlich reduziertes Leben zur Befreiung des individuellen Geistes und suchte eine spirituelle Beziehung zur Natur. In seinen Tagebüchern sammelte er Naturbeobachtungen, verbunden mit philosophischen Reflexionen über die zunehmend industrialisierte US-amerikanische Gesellschaft, die er nicht nur kritisierte, sondern mit spiritueller Kraft füllen wollte. Sorgfältig überarbeitete Auszüge aus diesen Tagebüchern gab Thoreau als Essayzyklus Walden heraus.
Inhalt: Im Einklang mit den Ideen des Transzendentalismus findet Walden göttliche Wahrheiten in der Natur verkörpert; darüber hinaus ist für Thoreau die Natur selbst göttlich. Sie erscheint in Walden nicht schwärmerisch verbrämt, sondern wird in ihrer Widersprüchlichkeit angenommen, wobei sie dem Einzelnen die Befreiung von Konventionen und Traditionen ermöglicht, die für Thoreau Voraussetzung für volles Mensch-Sein ist. Das Verhältnis zwischen Natur und Gesellschaft in Walden ist komplex: Obwohl Thoreau die Mechanisierung des Menschen im Industriezeitalter scharf kritisiert, begrüßt er etwa die Eisenbahn als Symbol für die natürliche Entwicklung und eine zukünftige demokratische Gesellschaft.
Nach Walden erfordert ein erfülltes Leben die Beschränkung auf das Notwendigste in materieller Hinsicht, sodass neben der Arbeit Zeit für Kontemplation bleibt. Im ersten Kapitel, Ökonomie, gibt Thoreau beispielsweise Auskunft über seine Ausgaben für den Hüttenbau, lobt in Das Bohnenfeld den Wert landwirtschaftlicher Handarbeit und lässt im poetischsten Kapitel, Frühling, die Natur um den See Walden Pond zu neuem Leben erwachen. Jede dieser alltäglichen Beobachtungen überträgt er auf gesellschaftliche und kosmische Prozesse.
Struktur: Walden ist kein philosophisch geschlossenes Werk, sondern lässt gedankliche Widersprüche nebeneinander stehen. Im Aufbau folgen die 18 Kapitel des Essayzyklus’ dem Kreislauf eines Jahres, der im Frühling seinen Höhepunkt erreicht. Dieser Kreislauf des Erwachens aus der winterlichen Stille wiederholt sich in minutiösen Naturbeobachtungen und erzeugt so einen Rhythmus, der den Einklang des Individuums mit der Natur symbolisiert. Scheinbar ungeordnet stehen Abrechnungen der Ausgaben Thoreaus, quasi-wissenschaftliche Analysen von Naturphänomenen sowie Wetter- und Tierbeschreibungen neben politischen und philosophischen Überlegungen, ohne eine vereinfachende Einheit zu bilden.
Wirkung: Walden übte über Autoren wie Leo R Tolstoi und William Butler Yeats (1865–1939) einen tief greifenden Einfluss auf die Weltliteratur aus und begründete die US-amerikanische Tradition des Naturessays. Das Buch gilt heute als eines der einflussreichsten Werke des 19. Jahrhunderts. Zusammen mit Thoreaus Essay Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat (1849) inspirierte es außerdem Mahatma Gandhis (1869–1948) Widerstand gegen die Kolonialmacht, den Widerstand gegen die Naziherrschaft, die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung sowie die Bewegung gegen den Vietnamkrieg. J. C.

Pressestimmen

„Ein Kultbuch.“ (Neue Zürcher Zeitung)

„Ein Stück von größter atmosphärischer Dichte. Berührend. Zukunftsweisend.“ (Kurier)

„Ein Evangelium der Einfalt und der Rückkehr zur Natur.“ (Handbuch der Weltliteratur)

„Ich zupfte jenes Taschenbuch aus dem Regal, auf das ich plötzlich brennende Lust spürte: H. D. Thoreaus Schrift Walden, jener so eindrucksvolle Bericht vom Leben in den Wäldern, den der Lehrer und Landvermesser Henry David Thoreau während zweieinhalb Jahren in der amerikanischen Wildnis anfertigte. Ein Buch, 1854 zum ersten Mal erschienen, das so entspannt, so zurückgelehnt, so überlegt ankommt, so unhektisch und daher so anziehend ist. Es erzählt ganz uneitel von einem Lebensexperiment und will dabei nicht die Einsiedelei in einem Blockhaus schmackhaft machen, sondern den Mut stärken, Experimente zu wagen. Walden ist klar, es atmet reine, kühle Luft, ist ein Schatz, und das ist noch viel zuwenig gesagt. Es ist, in diesem Zusammenhang klingt das se ltsam genug, ein wichtiges Buch. Wirklich! Wichtig!“ (Die Weltwoche)

 

Denken mit Henry David Thoreau: Von Natur und Zivilisation, Einsamkeit und Freundschaft, Wissenschaft und Politik                              ISBN: 978-3-257-23739-9

Kurzbeschreibung

Während ‚Walden‘ und der berühmte Essay ‚Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat‘ auf Deutsch vorliegen, sind die übrigen Essays und die Tagebücher hierzulande nahezu unbekannt. Thoreau hat Tausende Seiten an Tagebucheinträgen hinterlassen, in denen er botanische, zoo-logische und meteorologische Beobachtungen notierte, archäologische Funde und was ihm sonst bei seinen Streifzügen durch die Natur auf- und einfallen mochte. Neben weit ausgreifenden Reflexionen von verblüffender Originalität finden sich Apercus, neben gesellschaftskritischen Betrachtungen liebevoll detaillierte Beschreibungen. Diese Auswahl vermittelt einen lebendigen Eindruck von einer der eigenwilligsten Gestalten der amerikanischen Literatur.

Über den Autor

Henry David Thoreau (12. Juli 1817 in Concord/Massachusetts – 6. Mai 1862 ebenda, begraben dort im Sleepy Hollow Cemetery), Sohn eines Bleistiftfabrikanten hugenottischer Abstammung, Literat, Naturforscher, Landvermesser, war ein Entdecker, der zu Hause blieb, sein Ich erforschte und das Heimatstädtchen nie länger als für ein 4jähriges Studium in Harvard verließ. Quittiert seine Lehrerstelle, weil er sich weigert, die „körperliche Züchtigung“ anzuwenden; Freundschaft mit Ralph Waldo Emerson, auf dessen Waldstück am Waldensee er 1845 in einer selbstgebauten Hütte lebt; aus dem Tagebuch entsteht ‚Walden‘. Auf dem Weg ins Städtchen wird er verhaftet, weil er aus Protest gegen die us-Kriegs- und Sklavenpolitik keine Steuern bezahlt hat; konzipiert im Gefängnis ‚Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat‘. Tod an Tuberkulose.

 

Gabriel Kuhn: Vielfalt Bewegung Widerstand – Texte zum Anarchismus                                                                                                                             ISBN: 978-3-89771-497-7

Kurzbeschreibung

Vielfalt, Bewegung, Widerstand ist eine Sammlung von Texten zu zeitgenössischer anarchistischer Politik. Behandelt werden der sogenannte »Neue Anarchismus«, der »Postanarchismus«, die Taktiken des Schwarzen Blocks, anarcho-primitivisische Tendenzen, das CrimethInc.-Projekt, Internationalismus, sowie anarchistische Visionen and Zukunftsaussichten. Die Texte versuchen, einen undogmatischen Anarchismus zu formulieren, der sektiererischen Tendenzen entkommt, ohne Prinzipien radikaler herrschaftsfreier Politik aufs Spiel zu setzen.

Über den Autor

Gabriel Kuhn, geb. 1972 in Innsbruck, arbeitet als freischaffender Autor und Übersetzer. Zahlreiche Veröffentlichungen, unter anderen Sober Living for the Revolution: Hardcore Punk, Straight Edge, and Radical Politics (PM Press 2010).

 

Inge Viett: Nie war ich furchtloser  Autobiographie Nautilus ISBN: 3-89401-460-1

Pressestimmen

„Sie will nicht kritisch bedenken, was war, sondern erzählen, wie sie gelebt hat – das unterscheidet ihr Buch von fast allen bislang erschienenen Texten, in denen ehemalige Mitglieder der RAF oder der Bewegung 2. Juni mit ihrer Geschichte abgerechnet haben.“ (DIE ZEIT)„Ihr Buch ist nicht nur ausgesprochen spannend, es zergliedert auch sehr stilsicher seelische Zustände.“ (FAZ)“Aus individueller Überlebensstrategie ist ein sensibles, kluges Buch entstanden, ein überzeugendes Dokument zeitgeschichtlicher Aufarbeitung.“ (FREITAG)

Kurzbeschreibung

Inge Viett, geboren 1944, in Schleswig-Holstein aufgewachsen, zog 1969 nach Westberlin, wurde Mitglied der „Bewegung 2. Juni“; 1972 und 1975 verhaftet, brach beide Male aus dem Gefängnis aus. Beteiligt u.a. an der Lorenz-Entführung 1975 und an der Gefangenenbefreiung 1978. 1981 Schuß auf einen Polizisten in Paris. 1982 Übersiedlung in die DDR, arbeitete dort als Reprofotografin, später im Sozialwesen des Maschinenbaukombinats „Karl Liebknecht“ in Magdeburg. 1990 verhaftet und 1992 zu 13 Jahren Haft verurteilt. 1997 aus der Haft entlassen.

 

Arno Gruen: Der Wahnsinn der Normalität  – Realismus als Krankheit: eine Theorie der menschlichen Destruktivität                                                ISBN: 978-3-423-35002-2

Kurzbeschreibung

Arno Gruen legt die Wurzeln der Destruktivität frei, die sich viel öfter, als uns klar ist, hinter vermeintlicher Menschenfreundlichkeit oder ‚vernünftigem‘ Handeln verbergen.Er überzeugt durch die Vielzahl der Beispiele und schafft die Beweislage, daß dort, wo Innen- und Außenwelt auseinanderfallen, Verantwortung und Menschlichkeit ausbleiben.

Autorenportrait

Arno Gruen war Professor an verschiedenen Universitäten und Kliniken. Daneben führt er seit 1958 seine psychotherapeutische Privatpraxis. Er lebt und praktiziert in der Schweiz.

 

Eckhart Tolle: Eine neue Erde – Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung

Arkana Verlag                                                                                               ISBN: 978-3-442-33706-4

Nach seinen Bestsellern „Jetzt!“ und „Leben im Jetzt“ Eckhart Tolle - Eine neue Erde Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörunggeht Eckhart Tolle mit seinem lange erwarteten neuen Buch einen Schritt weiter. „Eine neue Erde“ beschäftigt sich mit dem geistig-seelischen Zustand der Menschheit. Tolle geht davon aus, dass der krankhafte Zustand des menschlichen Geistes zu einer kollektiven Fehlentwicklung geführt hat und wir vor einer gefährlichen Weggabelung stehen. Unsere bisherige Sicht der Welt funktioniert nicht mehr. Wenn wir sie nicht ändern, bewegen wir uns auf zunehmend gefährlichem Terrain mit dem Potenzial zur Selbstzerstörung. Für Tolle existiert jedoch eine Alternative zu diesem düsteren Zukunftsszenario: ein innerer Quantensprung, verbunden mit einem fundamentalen Wandel von unserem alten zu einem gänzlich neuen Bewusstsein. Eckhart Tolle ist davon überzeugt, dass wir am Anfang dieser Bewusstseins-Transformation stehen.

„Es ist ein unideologischer, intelligenter und moderner Leitfaden für inneres Wachstum. Seit ich bewusst denken und fühlen kann, suche ich genau danach.“

Nina Ruge in Lesen, Beilage der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (12.10.2011)

 

Susanne Fischer-Rizzi / Nomi Baumgartl: Mit Tieren verbunden   – Die geheimnisvolle Beziehung zwischen Mensch und Tier  ISBN: 978-3-03800-365-6

Kurzbeschreibung

Susanne Fischer-Rizzi: geboren 1952 in Stuttgart, studierte Philosophie, Ausbildung zur Heilpraktikerin. Lehrzeit bei verschiedenen Kräuterheilkundigen. Studierte in Indien ayurvedische und tibetische Kräuterheilkunde und lernte bei indianischen Heilerinnen und Heilern. Naturheilpraxis in Deutschland. Zur Zeit hauptsächlich Lehrtätigkeit in der von ihr gegründeten Arven-Schule für Heilpflanzenkunde, Aromatherapie und Wildniswissen. Bisher sind von ihr elf Bücher zu den Themenbereichen Naturheilkunde und Aromatherapie erschienen, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Susanne Fischer-Rizzi lebt in einem Bauernhaus in den Allgäuer Bergen, wo es von ihrer Küche zum Kräutergarten nur ein paar Schritte sind.

Über den Autor

Susanne Fischer-Rizzi: studierte Philosophin; Ausbildung zur Heilpraktikerin; verbrachte viele Jahre bei Kräuterheilkundigen, u.a. in Indien, Tibet und bei nordamerikanischen Indianern. Sie gründete eine Heilpflanzenschule und lehrt in Seminaren Heilpflanzenkunde, Aromatherapie und Wildniswissen.Nomi Baumgartl, international renommierte Fotografin, lebt in München und überall auf der Welt, um an ihren Projekten zu arbeiten. Ihr Lebenswerk besteht darin, die Verbindung zwischen Mensch und Natur, Meer und Erde in Bildern zu zeigen – als Hommage an die Schöpfung. Nomi Baumgartls Arbeiten haben namhafte Auszeichnungen erhalten, ihre Bilder sind in zahlreichen Veröffentlichungen und Ausstellungen zu sehen. Sie ist Mitglied der Fotografenagentur Bilderberg und engagiert sich als Botschafterin von dolphin aid.

 

Joan McIntyre: Der Geist in den Wassern                               ISBN: 978-3861500797

der geist in den wassern –

ein aufschrei des lebendigen in vielen facetten
und eine mahnung,
dem leben der gesamten erde, die in der weite
unendlicher universen geboren ist, die
die gesamte natur aus ihren wassern geboren hat
– inclusive uns menschen – ehre und dank zu sagen.

in der menschengemachten verseuchung der ozeane:
erdölförderung-transport, pastikmüll und einleitung
radioaktiver stoffe ist fukushima nur
der gipfel des eisberges lebensverachtender kreaturen,
die unbeherrschbare technologien und geldmaschinerien einer schlafenden menschheit verkaufen.

möge das mitgefühl, das in uns wohnt, sich ausdehnen
wie die botschaften der wale und delphine in und über unsere gute mutter erde,
denn mitgefühl bewirkt eine wandlung der todessehnsucht im menschen
in wahrhaftige lebendigkeit, die unserer umarmung bedarf, damit sich
die botschaft dieses buches in den herzen der menschen zur umkehr bewegt:

halten wir den geist in uns wach, der in den wassern
die auf erden und in uns fließen (80% wasser) lebt.
damit ist eine erneuerung möglich =
beginn einer sanften, den wassern entsprechenden neugeburt
(weiches wasser höhlt den stein) in uns wie in den tiefen der ozeane,
die wie die alten myhten und gesänge der schöpfung in uns wogen
im ewigen rhythmus, aus und in dem alle kinder des lebens miteinander schwingen

 

Timothy Leary: Über die Kriminalisierung des Natürlichen   ISBN: 978-3-925817-38-0

Kurzbeschreibung

Der Mensch hat einen langen Weg zurückgelegt, seit sein Vorfahre eine Nudel in der Ursuppe war: Von der Amöbe zum Fabrikarbeiter, aus dem Dschungel der Tropen bis in den Dschungel der Gehirnsynapsen. Aus dem Wandel und Handel zwischen Süden und Norden wurde in unserer Zeit ein Nord-Süd-Konflikt.
Es geht um die Politik des Bewusstseins. Von der Ur-Suppe des Planeten über Moses‘ fatale Fehleinschätzung des Goldenen Kalbes bis hin zur heutigen postpsychedelischen Zeit …

 

 

Philip Pullmann: His Dark Materials – die Trilogie: Der Goldene Kompass, Das Magische Messer, Das Bernstein-Teleskop                     ISBN: 978-3551357205

Auszug der Rezension vom 26. September 2010: Deutsche Übersetzung schwach

Pullmans Betrachtungsweise der Welt finde ich, ganz schlicht betrachtet, erst einmal interessant und dazu spannend zu lesen. Er greift in seiner Abenteuergeschichte zweier Kinder verschiedene, durchaus reale Aspekte der neuzeitlichen Physik auf und verknüpft sie mit biblisch-religiösen und alternativ-spirituellen Phänomenen. Dabei konstruiert er eine in sich recht stimmige Vielweltentheorie, in der mythologische Erscheinungsformen ebenso ihren Platz finden, wie Hexen, Engel und sogar Gott selbst – obgleich es zu letzterem eine besondere Erklärung/Geschichte gibt, die ich hier nicht verraten möchte.

Nach dem Lesen der „Chroniken von Narnia“, in denen mir die omnipräsente christliche Symbolik nicht gefiel, präsentiert sich Pullmans Trilogie, die neben anderen Dingen ebenfalls mit christlichen Ideen durchsetzt ist, erfrischend anders – und dazu noch fantastisch komplex und trotzdem in sich unglaublich stimmig. Philip Pullmann gelingt es, ganz unterschiedliche Disziplinen, wie Physik, Religion, Mythologie, Kulturgeschichte, Ethik und ganz viel mehr derart miteinander zu verweben, dass ich an manchen Stellen beinahe zu glauben geneigt bin: ‚Ja, im Kern könnte die Welt und das Leben darin tatsächlich genau so beschaffen sein.‘ (Dieser Zuspruch für Pullmans Ideen entwickelt sich bei mir auch deshalb, weil ich sowohl in religiös-spirituellen Fragen als auch auf dem Gebiet der Physik durchaus bewandert bin.)

In den „Dark Materials“ schafft Pullman eine Welt, in der sich zum Beispiel spirituelle und religiöse Phänomene mit wissenschaftlichen Mitteln erklären lassen – allerdings ist dies eine Wissenschaft, die zwar an die Realität angelehnt, doch in ihren Details frei erfunden ist. In diesem Verflechten von Wissenschaft, Religion, Mythologie, Spiritualität u.v.m. wird aber auch eine typisch strenge wissenschaftlich-technische Betrachtungsweise durch spirituelle Einflüsse aufgeweicht. Unbelebte Materie als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung zeigt plötzlich ein intelligentes Bewusstsein; dafür wird z.B. das, was wir als himmlische Mächte betrachten, entmystifiziert. Diese Dinge versteht Pullman in einer packenden Geschichte zu verarbeiten, in der hauptsächlich die beiden Kinder die Zunkunft der Welt (aller Welten) in den Händen halten.

 

Alan Aldrige: Fungel – Hüter des Waldes und Fungel im Reich der Menschen

ISBN: 978-3570203620

Rezension von Luna vom 28. März 2011

Fungel ist ein Gnole, ein Waldzwerg. Er ist aber auch ein Schamane und somit der Hüter des Waldes und zauberkundig. Der Wald in dem Fungel lebt, wird aber immer mehr von den Menschen bedroht. Diese breiten sich immer mehr aus und sind sich gar nicht bewusst, wie sehr sie die Natur und die Lebenswelt der Tiere zerstören. Eines Nachts hat er einen fürchterlichen Alptraum. Am nächsten Tag nimmt er Kontakt zum Waldgeist Molom auf, der ihm einen Autrag erteilt. Fungel soll den magischen Stein Baphomet finden, bevor der Dämon Theverat dies tut. Theverat will mit Hilfe des Steins die Macht über die Menschheit erlangen und Molom will dies verhindern. Also macht sich Fungel auf die Suche nach dem Stein. Dabei muss er sich allerdings weit in das Gebiet der Menschen vorwagen. Dabei bleibt er natürlich nicht unentdeckt.Die Geschichte ist ein nettes Abenteuer. Die Figuren sind gut beschrieben und man kann sie sich wirklich vorstellen. Die Bilder wären eigentlich nicht nötig, unterstützen die Geschichte dennoch.Was mir jedoch am besen gefiel, war die Beschreibung der Menschen. Bei vielen Begebenheiten musste ich denken: „Ja, genau so würde es geschehen, wenn jemals solch ein Wesen entdeckt werden würde!“ Und das war leider nicht sehr oft ein Kompliment für die Menschheit. Es werden die Themen Umweltbewusstsein, gesunde Ernährung, Fernsehkonsum, Wissenschaft und vieles Andere angesprochen, ohne jedoch wirklich belehrend zu klingen.

 

Richard von Schirach: Die Nacht der Physiker – Heisenberg, Hahn, Weizsäcker und die deutsche Bombe                                                                     ISBN: 978-3937834542Im Frühjahr 1945 verhafteten die Amerikaner die Elite der deutschen Physiker und internierten sie auf einem englischen Landsitz. Dort erfuhren die Wissenschaftler vom Abwurf der Hiroshima-Bombe. Abgesehen von der Katastrophe war dies auch eine persönliche Niederlage: Bis dahin waren sie überzeugt, dass nur sie den Schlüssel zur Atombombe in der Hand hielten. Spannend schildert Richard von Schirach, wie Deutschland am Ende in einem badischen Bierkeller fast noch eine Atombombe beschert worden wäre. Er erzählt von Wissenschaftlern, die sich für unfehlbar hielten und in Kriegsverbrechen verstricken ließen. Eine deutsche Geschichte zwischen Genie, Hybris, Schuld und Naivität.